Hitzesommer: Krokodilbabys schlüpfen in französischem Zoo von selbst
Der Hitzesommer hat in Frankreich überraschende Folgen: Wegen der erwärmten Böden sind in einem französischen Tropenzoo zehn Nilkrokodile ohne jede Bruthilfe geschlüpft. "Es ist das erste Mal, dass die Eier unter natürlichen Bedingungen ausgebrütet wurden", sagte der Leiter der Krokodilfarm im südfranzösischen Pierrelatte, Samuel Martin, am Mittwoch. Dies sei vor allem ein Hinweis auf den Klimawandel.
Damit ein Nilkrokodil schlüpft, muss sein Ei über drei Monate hinweg konstant bei einer Temperatur zwischen 30 und 32 Grad gehalten werden. Bislang waren in den französischen Sommern die Nächte so kühl, dass die Krokodileier eingesammelt und in Brutkästen gelegt wurden. In diesem Jahr konnten die Eier im Sand bleiben, der durch die häufigen Hitzewellen genügend aufgeheizt war und auch nachts genügend Wärme speicherte.
Die seit 1994 bestehende Krokodilfarm in Südfrankreich ist etwa einen Hektar groß und beherbergt 1200 Tiere, darunter 350 Krokodile. Pierrelatte liegt direkt neben der Atomanlage Tricastin und profitierte jahrelang von dem erwärmten Kühlwasser der Anlage.
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