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Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen

Published on août 15, 2026 at 03:10

Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. — Juan BARRETO / AFP
Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. — Juan BARRETO / AFP

Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag, wie vor einem Gefängnis in Guatire, rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Caracas, Familienangehörige auf die Inhaftierten warteten und diese dann nach der Freilassung in die Arme nahmen. Die USA bezeichneten die Freilassungen als "entscheidenden Schritt" im Versöhnungsprozess in Venezuela.

Es seien insgesamt 131 Gefangene freigelassen worden, erklärte die Regierung. Sie vollzog diesen Schritt nur wenige Tage nach Beendigung der ersten Runde des Dialogs mit der Opposition. Deren Delegationsleiterin Dinorah Figuera begrüßte die Freilassung und forderte zugleich, dass alle politischen Gefangenen aus dem Gefängnis entlassen werden müssten. "Lasst uns unermüdlich weiter Forderungen stellen, bis jeder Bürger wieder mit seiner Familie vereint ist", schrieb Figuera auf X.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte auf X: "Die Freilassung von mehr als 130 politischen Gefangenen in Venezuela ist ein entscheidender Schritt für den Versöhnungsprozess der Nation." Seinen Angaben zufolge wurden damit in dem südamerikanischen Land seit Anfang Januar "1046 Venezolaner freigelassen".

Regierung und Opposition in Venezuela hatten am Mittwoch die erste Runde ihrer von den USA unterstützten Gespräche beendet und dabei unter anderem die Einleitung einer Justizreform vereinbart. Die Opposition drang zudem auf die Freilassung politischer Gefangener.

Die Gespräche finden inmitten politischer Unsicherheit statt: Im Januar war der linksnationalistische Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Maduros Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde inzwischen zur Übergangspräsidentin ernannt. Sie wird von den USA gestützt - und nach Ansicht von Experten unter Druck gesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.

Zu den bedeutendsten bisherigen Reformen unter Delcy Rodríguez zählte die Verabschiedung eines unter dem Druck der USA vorangetriebenen Amnestiegesetzes. Hunderte politische Gefangene kamen dadurch bereits vor Beginn des nationalen Dialogs frei. Nun folgten 131 weitere - laut Rubio sind es damit insgesamt seit Anfang Januar mehr als tausend Häftlinge, die frei kamen.

jes

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