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Mann in Sächsischer Schweiz bei Unwetter von Baum erschlagen

Published on août 1, 2026 at 13:43

Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. Laut Polizei wurden 13 weitere Menschen verletzt. — INA FASSBENDER / AFP
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Freitagabend ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. Laut Polizei wurden 13 weitere Menschen verletzt. — INA FASSBENDER / AFP

Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist ein 28-jähriger Mann bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen worden. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden am Samstag auf Anfrage mitteilte, wurden 13 weitere Menschen bei dem Vorfall am Freitagabend verletzt. Zu dieser Zeit gab es in dem Gebiet ein schweres Gewitter. Auch andere Regionen Deutschlands waren von Unwettern betroffen.

Der Vorfall im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge ereignete sich laut Polizei gegen 18.00 Uhr. Der Mann sei dort auf einem Wanderweg von Rathen in Richtung Bastei unterwegs gewesen. Weitere Verletzte gab es offensichtlich vor allem durch während des Unwetters abgerissene Äste. Drei Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, zehn wurden den Angaben zufolge ambulant behandelt.

Das gesamte Gebiet sei weiträumig abgesperrt worden, sagte der Polizeisprecher. Die Wege dort seien nicht mehr begehbar. Die Ermittlungen zum Ablauf der Ereignisse dauerten am Samstag an. Besonders die genauen Umstände des Todesfalls wurden untersucht. Der Spielbetrieb auf der Felsenbühne Rathen wurde eingestellt.

Ein Sprecher der integrierten Rettungsleitstelle Dresden sagte dem Sender MDR, insgesamt seien 40 Menschen aus dem Gefahrengebiet herausgebracht worden. Dort seien viele Bäume "bei massivem Windbruch" umgestürzt, als sich das Unwetter binnen Minuten entladen habe. Rettungskräfte suchten demnach bis zum späten Abend nach möglichen weiteren betroffenen Menschen, es sei jedoch niemand mehr vermisst worden.

"Für uns ist das schwer in Worte zu fassen. Der Spielbetrieb am Wochenende ist abgesagt", sagte Artemis Willms, die kaufmännische Geschäftsführerin der Landesbühnen Sachsen, zu denen die Felsenbühne gehört, dem MDR. Das Betreten der Felsenbühne sei verboten, weil auch dort viele Bäume umgestürzt seien. Eigentlich hätte auf der Bühne am Freitagabend um 19.00 Uhr eine Aufführung stattfinden sollen. Die Bühnenanlagen wurden durch das Unwetter beschädigt.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnte eindringlich vor dem Betreten des betroffenen Gebiets. Viele Wege seien blockiert. "Neben entwurzelten und gebrochenen Bäumen stellen auch angebrochene, lose Äste in den Baumkronen sowie stark geneigte und instabile Bäume eine unberechenbare Gefahr dar", hieß es in einer Erklärung. "Es besteht akute Lebensgefahr." Die Beseitigung der Schäden und Gefahrenstellen werde geraume Zeit in Anspruch nehmen.

Rathens Bürgermeister Roman Rolof sprach im MDR von einem "Bild der Verwüstung". Es seien "gesunde Laubbäume wie Streichhölzer umgeknickt". Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) besuchte Samstagmittag die Region und dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz. Nicht von der Sperrung betroffen ist das Nationalparkgebiet weiter südöstlich bei Bad Schandau.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Freitag sowie teilweise die Nacht zu Samstag vor örtlich schweren Gewittern in mehreren Bundesländern gewarnt. Darin war auch von Gefahren durch entwurzelte Bäume oder herabstürzende Dachziegel sowie Überflutungen gewarnt. Ursache war demnach eine Wettergrenze zwischen heißer Luft im Südosten und etwas kühleren Luftmassen im Norden Deutschlands.

Im mecklenburgischen Redefin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) stürzte ein Baum auf das Auto einer 52-jährigen Frau. Sie selbst und eine weitere Person wurden dabei laut Polizei leicht verletzt. Auf dem Schweriner See gerieten den Polizeiangaben zufolge mehrere Stand-up-Paddler in eine Notlage. Es sei ihnen aber gelungen, eigenständig das Ufer zu erreichen. Auf der Warnow wurde ein Mann aus Rostock beim Kentern seines Bootes leicht verletzt. Auf dem Plauer See musste die Feuerwehr zwei Menschen retten, die mit ihrem Ruderboot in Seenot geraten waren.

Schäden und Gefahren durch umgestürzte Bäume wurden unter anderem auch aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie aus Baden-Württemberg gemeldet. Die meisten Warnungen wurden noch am Freitagabend wieder aufgehoben. Neue Warnungen gab es allerdings insbesondere im Süden Bayerns.

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