OpenAI: Unkontrollierter KI-Hackerangriff war größer als angenommen
Der unkontrollierte Hackerangriff durch Künstliche Intelligenz (KI) Mitte Juli hatte nach Angaben des US-Unternehmens OpenAI ein noch größeres Ausmaß als bisher angenommen. OpenAI erklärte am Mittwoch, es seien auch Konten bei vier "öffentlich zugänglichen Diensten" geknackt worden. Die betroffenen Unternehmen nannte OpenAI nicht.
Das Unternehmen aus San Francisco hatte vergangene Woche bekannt gemacht, dass sich ein eigener KI-Agent während eines Sicherheitstests selbständig mit dem Internet verbunden und einen Hackerangriff auf die Programmierplattform Hugging Face unternommen habe. Es habe sich um einen "nie dagewesenen Cybervorfall" gehandelt, erklärte das Unternehmen.
Der Vorfall ereignete sich laut OpenAI bei einem Testlauf mehrerer leistungsfähiger KI-Modelle, darunter das kürzlich veröffentlichte GPT-5.6. Zur Sicherheit war bei dem Test der Internetzugang eingeschränkt - doch dem Agenten gelang es, eigenständig ins Netz zu gelangen und den Cyberangriff zu starten.
Viele Experten äußerten sich daraufhin besorgt. Ein Sprecher des Bundesdigitalministeriums in Berlin sprach von einem "Paradigmenwechsel": Die Fähigkeiten von KI-Modellen nähmen rasend schnell zu, das verändere auch die "Bedrohungslage massiv". Mehrere EU-Politiker forderten eine größere technologische Eigenständigkeit Europas von US-Konzernen. Ein unkontrolliertes Vorgehen von KI dürfe nicht Realität werden.
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