D-Day-Landungsstrände in der Normandie in Unesco-Welterbeliste aufgenommen
Die Unesco hat am Sonntag die Strände in der Normandie in die Welterbeliste aufgenommen, an denen die Alllierten im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen NS-Deutschland gelandet waren. Die Stätten "erinnern symbolisch an die enormen menschlichen Opfer, die gebracht wurden, um eine in Europa herrschende, autoritäre Besatzungsmacht zu stürzen", erklärte eine Vertreterin des Internationalen Rates für Denkmalpflege, der die Unesco berät, am Rande einer Unesco-Sitzung im südkoreanischen Busan.
Die Strandabschnitte erstrecken sich über eine Länge von etwas mehr als 80 Kilometern entlang der Küste zwischen den Départements Manche und Calvados im Nordwesten Frankreichs. Sie waren am sogenannten D-Day im Juni 1944 Schauplatz einer entscheidenden Schlacht der Alliierten im Kampf gegen den Nationalsozialimus. Bekannt sind die fünf Strände auch unter den Codenamen Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword.
"Diese Entscheidung legt uns eine Verantwortung auf - die Verantwortung, diesen Ort zu bewahren, zu schützen, ihn noch stärker zu würdigen und seinen Wert zu vermitteln", erklärte der Regionalpräsident der Normandie, Hervé Morin, der anlässlich der Entscheidung nach Südkorea gereist war.
In die Welterbeliste aufgenommen wurden am Sonntag auch mehrere Festungen des Languedoc im Süden Frankreichs, die auch als Katharerburgen bezeichnet werden. Einen Eintrag als Weltnaturerbe erhielten die Boma-Badingilo-Savannen im Südsudan - letztere wurden gleichzeitig auch als gefährdet eingestuft. Es ist der erste Eintrag des Südsudan auf der Welterbeliste.
Am Samstag hatte die Unesco bereits mitgeteilt, die tunesische Küstenstadt Sidi Bou Saïd zum Welterbe erklärt zu haben. Sie ist für ihre blau-weißen Häuser bekannt und ein beliebtes Touristenziel. Ebenfalls am Samstag waren sechs historische Altstädte auf den Komoren ins Welterbe aufgenommen worden.
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