Trotz Rückstand aufs Podium: Lipowitz "besser" als im Vorjahr
Florian Lipowitz hat in den vergangenen Tagen in der Gesamtwertung der Tour de France an Boden verloren - und doch sieht er sich insgesamt in einer besseren Verfassung als bei seinem Sturm aufs Podest im Vorjahr. "Das ganze Level des Pelotons hat sich einfach erhöht", erklärte der deutsche Hoffnungsträger am zweiten Ruhetag der Rundfahrt in einer Medienrunde: "Ich bin eigentlich ziemlich happy mit der Leistung bisher."
Es sei schwierig, die beiden Tour-Ausgaben miteinander zu vergleichen, führte der Vorjahresdritte, der aktuell Rang fünf belegt, aus. Insbesondere aufgrund der großen Hitze in der Anfangsphase und dem anspruchsvollen Start in Barcelona. "Ich glaube, auch wenn es vielleicht nicht fürs Podium reicht, kann man mit einem fünften Platz definitiv zufrieden sein. Die Tour ist immer ein besonderes Rennen. Und am Ende gehört natürlich auch ein bisschen Glück dazu, dann auf dem Podium stehen zu können."
Obwohl die schwierigen Alpenetappen in der letzten Tourwoche dem Laichinger liegen dürften, bekräftigte Lipowitz abermals seine Bereitschaft, sich bei Bedarf in den Dienst von Remco Evenepoel zu stellen. Der belgische Olympiasieger liegt nach seinem Überraschungscoup auf dem Plateau de Solaison auf Gesamtrang zwei. "Wenn man jetzt die Ergebnisse anschaut und auch die Performance von gestern, ist Remco natürlich die Priorität", sagte er. Das Hauptziel sei, einen Fahrer aus dem Team Red Bull-Bora-hansgrohe auf dem Treppchen in Paris zu haben.
Evenepoel selbst unterstrich am Montag seine Ambitionen. "Es gibt keinen Grund, abzuheben. Das Hauptziel für die letzte Woche ist es aber, meinen Platz zu verteidigen", sagte der Belgier. "Es wäre ein fantastisches Resultat, Zweiter zu werden hinter einem der besten Fahrer - wenn nicht dem besten - aller Zeiten."
Evenepoel findet sich seit seinem Etappensieg am Sonntag etwas überraschend auf dem Platz hinter dem Dominator Tadej Pogacar wieder. Er profitierte dabei auch vom sturzbedingten Ausscheiden des zweimaligen Tour-Siegers Jonas Vingegaard. Auch in das Zeitfahren am Dienstag geht der Weltmeister und Olympiasieger in dieser Disziplin als Favorit.
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