Kane "in die Abwehr"? Trump wundert sich über Tuchels Taktik
Auch bei US-Präsident Donald Trump hat die Defensivtaktik von Thomas Tuchel beim dramatischen Aus der Engländer im WM-Halbfinale gegen Argentinien für Verwunderung gesorgt. Dass selbst sein Kumpel Harry Kane plötzlich defensiv spielen musste, sei "vielleicht ein Fehler" gewesen, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Trump Tower in New York: "Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching."
Tuchel hatte im Duell mit Lionel Messis Argentiniern beim Stand von 1:0 defensiv gewechselt und sich weitgehend aufs Verteidigen beschränkt. Diese Taktik ging schief, England kassierte späte Gegentreffer und schied aus. Dafür erhielt der deutsche Trainer viel Kritik aus der Heimat. Beim Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag (23.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) geht es nur noch um einen guten Abschluss des Turniers.
Aus Trumps Sicht könnte Kane dabei helfen. Der Bayern-Star sei bei dieser WM "fantastisch" gewesen, lobte der US-Präsident: "Wir haben einmal Golf miteinander gespielt, er ist ein großartiger Typ."
Kane hatte bereits in der vergangenen Woche über die Begegnung mit Trump vor rund 18 Monaten gesprochen. Damals habe ihn der Politiker zum Golfen in Palm Beach eingeladen. "Es war eine ziemlich surreale Erfahrung", sagte Kane: "Er spielt, ehrlich gesagt, ziemlich gut. Ich hoffe, ich kann noch so gut spielen wie er, wenn ich in seinem Alter bin."
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