Rückschlag für Bayer: Stadt Monheim stimmt gegen Campus-Pläne
Ein weiterer Dämpfer für Bayer Leverkusen bei der Planung eines neuen Leistungszentrums: Auch eine überarbeitete Version für den Campus an einem neuen Standort erhielt im Monheimer Stadtrat am Mittwochabend keine Mehrheit. In geheimer Abstimmung votierten die Mitglieder mit 25:19 Stimmen (bei einer Enthaltung) gegen den Aufstellungsbeschluss. Als letzte Möglichkeit für den Verein bleibt Medienberichten zufolge ein Bürgerentscheid.
Klubchef Fernando Carro zeigte sich enttäuscht. "Nach zehn Jahren Planung, zahlreichen geprüften Standorten und schmerzhaften Anpassungen unseres Konzepts hätten wir uns gewünscht, unser Projekt nun in einem geordneten Verfahren fachlich bewerten zu lassen", sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten. Gleichzeitig betonte er, dass man "die Entscheidung der Monheimer Politik sorgfältig analysieren und hartnäckig bleiben" werde, um den Verein "langfristig national und international konkurrenzfähig" zu halten.
Der Doublegewinner von 2024 hatte bereits im November eine Absage des Stadtrats erhalten und daraufhin das Konzept von zwölfeinhalb auf zehneinhalb Fußballfelder verkleinert. Bedenken gibt es unter anderem mit Blick auf ökologische Fragen oder eine mögliche Überlastung durch den Verkehr.
"Das ist bereits unser Plan C. Wir haben keine andere Fläche, auf der dieses Projekt im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen umgesetzt werden kann", sagte Anne Dannenberg, Bayers geschäftsführende Projektleiterin, dem Kölner Stadt-Anzeiger vor der Abstimmung.
Hintergrund für den Zeitdruck ist der Ausbau der A1: Ab 2032 wird die an der BayArena vorbeiführende Autobahn umgebaut, die aktuellen Trainingsplätze müssen den Bauarbeiten weichen. Der geplante Baubeginn für den Campus, der auf einer Fläche der Bayer AG in Monheim entstehen soll, war für 2028 vorgesehen, der Umzug ab 2030.
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