Nach Wimbledon-Finale: Stich rät Zverev zu Pause
Michael Stich hat Alexander Zverev nach dem verlorenen Wimbledon-Finale Mut zugesprochen, dem Hamburger aber auch einen Tipp mitgegeben. "Es war ein gutes Match, sehr intensives Tennis. Am Ende haben wir einen Sieger gesehen, der drei, vier Prozent durchhaltender war, intensiver war und die wichtigen Punkte gewonnen hat", sagte Stich bei Prime Video nach dem 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 aus Zverevs Sicht gegen den Italiener Jannik Sinner.
Der Wimbledon-Champion von 1991 und bisher letzte deutsche Titelträger im Männereinzel in London riet dem 29-Jährigen auch zu einer kleinen Pause. "Ich glaube, die letzten sechs Wochen, zwei Monate haben sehr viel Energie gekostet mental. Ich wünsche ihm, dass er nicht den Fehler macht, dass er zu viel spielt. Dass er sich einfach mal diese Zeit gönnt, zu reflektieren", sagte Stich.
"Hart gesagt: Er wird dieses Jahr eh nicht mehr Nummer eins. Das ist sehr unwahrscheinlich", führte Stich aus. "Er muss jetzt vielleicht akzeptieren, dass die Grand Slams das Hauptziel sind. Er ist einen Ticken älter als die anderen und muss ein bisschen haushalten."
Zverev hatte fünf Wochen nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open gegen Sinner (24) seine zehnte Niederlage in Folge kassiert. Am Montag steigt er zur Nummer zwei der Weltrangliste auf.
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