"Er entscheidet": Scaloni vertraut Messi in Elfer-Frage
Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hat weiterhin vollstes Vertrauen in seinen Elfmeter-Schützen Lionel Messi. Nach den zwei vergebenen Strafstößen im laufenden WM-Turnier überlässt er seinem Superstar, ob der auch bei einem möglichen Elfmeter im Viertelfinale gegen die Schweiz zum Punkt schreitet. Man habe nicht über dieses Thema gesprochen, sagte Scaloni auf einer Pressekonferenz am Abend vor der Partie in der Nacht zum Sonntag (3.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Kansas City: "Lionel kann das selbst entscheiden. Er trifft die Entscheidung. Wir passen uns an."
Auch über womöglich schwindende Energiereserven bei Messi macht sich Scaloni vor dem David-gegen-Goliath-Duell keine Sorgen. "Mit 39 Jahren könnte man denken, dass er der Herausforderung nicht mehr gewachsen ist. Aber er ist seit langer Zeit der Beste", so der Coach. Er sei "nicht überrascht" von den starken WM-Leistungen Messis. Er "rennt nicht mehr oder weniger" als früher, so Scaloni: "Er ist immer bereit, er ist fit. Und ich denke, dass er der Beste bleibt, so lange er das möchte." Messi hat nach fünf Spielen acht Turniertore auf dem Konto, insgesamt steht er bei 21 WM-Toren.
Bei allem Gerede über Messi und der Mission Titelverteidigung warnt Scaloni davor, den kommenden Gegner zu unterschätzen. "Die Schweiz hat eine hervorragende Mannschaft. Sie pushen immer nach vorne, kämpfen und haben sehr erfahrene Spieler", sagte er und nannte die Schweiz "ein Powerhouse. Es wird ein harter Gegner, wir haben großen Respekt."
Die Schweiz steht erstmals seit 72 Jahren wieder unter den letzten acht bei einer WM. Dies war bislang 1934, 1938 und 1954 gelungen. Das Halbfinale haben die Eidgenossen noch nie erreicht. Für Argentinien zählt nur WM-Titel Nummer vier nach 1978, 1986 und 2022.
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