Nach Schüssen auf Polizist in Göttingen: Polizei erteilt 40 Aufenthaltsverbote
Nach Schüssen auf einen Polizisten bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zweier Großfamilien in Göttingen hat die Polizei zahlreiche Aufenthaltsverbote und Meldeauflagen ausgesprochen. Wie die Beamten in der niedersächsischen Stadt am Freitag mitteilte, sind 64 Angehörige der an den Ausschreitungen beteiligten Familien von den Maßnahmen betroffen. Die Verbote seien personenbezogen gestaltet und beträfen teils einzelne Stadtgebiete oder in anderen Fällen die ganze Stadt.
Die Aufenthaltsverbote gelten für 14 Menschen, die nicht in Göttingen wohnen. Gegen 26 weitere Menschen, die in der Stadt leben oder arbeiten, wurden ebenfalls Aufenthalts- oder Teilaufenthaltsverbote ausgesprochen. In 24 Fällen seien personenbezogene Meldeauflagen erteilt worden. Die Maßnahmen sind je nach Betroffenen zwischen einem und drei Monaten angesetzt.
Laut Polizei soll der Schritt dabei helfen, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken sowie ein weiteres Aufeinandertreffen der Großfamilien durch Polizeipräsenz und Kontrollen zu verhindern. Die Ermittlungen zu dem Konflikt zwischen den zwei rivalisierenden Familien dauerten an.
Ein Jugendlicher soll im Zuge der Auseinandersetzung im Juni am Weender Tor mehrere Schüsse abgegeben haben. Dabei traf er auch einen Polizisten und verletzte diesen schwer. Die Göttinger Mordkommission ermittelt laut Polizei gegen 49 Tatverdächtige, um konkrete Tatbeteiligungen nachzuweisen oder auszuschließen.
slm/cfm
© Agence France-Presse
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