Wirtschaft

Südkorea plant Fonds aus Steuereinnahmen durch Chip-Hersteller

Published on juillet 6, 2026 at 10:41

Die südkoreanische Regierung will einen Fonds einrichten, um die massiv gestiegenen Steuereinnahmen im Zuge des KI-Booms zu verwalten: Das Geld dürfe in dieser für die Zukunft des Landes entscheidenden Phase nicht leichtfertig ausgegeben werden.
Die südkoreanische Regierung will einen Fonds einrichten, um die massiv gestiegenen Steuereinnahmen im Zuge des KI-Booms zu verwalten: Das Geld dürfe in dieser für die Zukunft des Landes entscheidenden Phase nicht leichtfertig ausgegeben werden.
Südkorea plant Fonds aus Steuereinnahmen durch Chip-Hersteller

Die südkoreanische Regierung will einen Fonds einrichten, um die massiv gestiegenen Steuereinnahmen im Zuge des KI-Booms zu verwalten. Das Geld dürfe in dieser für die Zukunft des Landes entscheidenden Phase nicht leichtfertig ausgegeben werden, teilte das Präsidialamt in Seoul am Sonntag mit. Die südkoreanischen Großkonzerne Samsung und SK Hynix profitieren als Hersteller von Computerchips derzeit stark von der gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern.

Die Regierung hatte sich am Wochenende mit der Regierungspartei über den Umgang mit den deutlich gestiegenen Steuereinnahmen beraten. Demnach soll ein "Zukunftsfonds" eingerichtet werden, der unter anderem zur Finanzierung groß angelegter Projekte im Bereich KI und der Halbleiterindustrie beitragen soll. Zudem sollen junge Menschen und Startups Unterstützung erhalten.

Die Aktie von Samsung hatte in der ersten Jahreshälfte um mehr als 170 Prozent zugelegt, die von SK Hynix um mehr als 300 Prozent. Beide Unternehmen überschritten dadurch die Schwelle von einer Billion Dollar Marktkapitalisierung.

Der Aufschwung hatte auch zu einer beispiellosen Mobilisierung der Arbeitnehmer geführt. Die Gewerkschaften forderten von den Konzernen, die Arbeitnehmer stärker an den Gewinnen zu beteiligen. Insbesondere beim Mischkonzern Samsung prangerten die Gewerkschaften zudem wachsende Unterschiede zwischen den Mitarbeitern der Chip-Sparte und denen anderer Abteilungen an.

pe/oer

© Agence France-Presse

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