"Wunder" von Linz: "Wie ein Hollywood-Film"
Wahnsinn, Wunder, Ekstase: Der Linzer ASK hat nach seiner berauschenden Qualifikation für die Champions League in Österreich für kollektiven rot-weiß-roten Jubel gesorgt. Es sei der "vorläufige Höhepunkt eines unglaublichen Märchens", schwärmte LaOla.at und schrieb von "einer der wahnsinnigsten Aufholjagden". Für den ORF war es eine "LASK-Sternstunde".
Die war es in der Tat: 0:3 hatte Linz das Hinspiel gegen Celtic Glasgow verloren, machte den Traum von der Königsklasse aber durch ein umjubeltes 5:1 n.V. in der heimischen "Gugl" doch noch wahr. Trainer Dietmar Kühbauer war überwältigt: "Das ist wie ein Hollywood-Film." Seine Mannschaft um den früheren Bundesligaprofi Alessandro Schöpf habe "ihr Meisterstück abgelegt. Was sie heute gemacht haben, war hohe Latte, unglaublich", sagte der 55-Jährige überglücklich im schicken dunklen Anzug.
Das edle Kleidungsstück wird Kühbauer, der früher in Wolfsburg spielte, nun auch in den mindestens acht Spielen der Ligaphase tragen. "Ich schau gut darin aus, so selbstbewusst bin ich schon. Meine Frau hat eh schon ein bisschen Angst", witzelte der Coach.
Doch nicht nur bei Kühbauer war die Laune bestens. Doppeltorschütze Samuel Adeniran sprach von einem "unglaublichen Gefühl. Ich werde heute Nacht nicht schlafen, ehrlicherweise glaube ich nicht, dass ich die ganze nächste Woche jemals schlafen werde."
Die österreichischen Medien überschlugen sich: Sie schrieben abwechselnd von "Märchen", von "Wahnsinn" oder einem "Fußballwunder", das dem LASK bei seiner Premiere in der Champions League mindestens ein Startgeld in Höhe von 18,62 Millionen Euro einbringt. Im Mittelpunkt der Ovationen stand Kühbauer. Der habe, so LaOla, "binnen kürzester Zeit eine am Boden liegende Mannschaft zum Doublesieger und Champions-League-Teilnehmer geformt".
Am Donnerstag blicken die Linzer mit Spannung zur Auslosung der Ligaphase im schweizerischen Nyon. Wunschgegner wie etwa den FC Bayern gibt es angeblich nicht. LASK-Torwart Lukas Jungwirth freut sich einfach, "noch achtmal die Hymne zu hören".
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