Infantino-Schreiben: AFC-Chef wehrt sich gegen Kritik aus Katar
Der FIFA-Machtkampf führt zunehmend auch zu Spannungen innerhalb des Asiatischen Fußballverbandes (AFC). Nachdem Katars Verbandschef Hamad bin Khalifa al-Thani das Zustandekommen des gemeinsamen Schreibens der asiatischen Konföderation, UEFA und CONCACAF gegen Gianni Infantino kritisiert hatte, wehrte sich AFC-Präsident Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa gegen den Angriff aus den eigenen Reihen.
"Ich weise jede Andeutung entschieden zurück, dass meine Beteiligung an der gemeinsamen Erklärung meine Befugnisse überschritten habe oder dass die AFC einen Fehler begangen hat, indem sie sich daran beteiligt hat", schrieb der Bahrainer in einem Brief, über den die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag berichtete. Es liege in der Verantwortung des AFC-Chefs, "die Interessen und Werte dieses Sports zu schützen", fügte er hinzu. "Unter Umständen wie jenen, die zur gemeinsamen Erklärung geführt haben, wäre es mit dieser Verantwortung unvereinbar gewesen, zu schweigen."
Der katarische Funktionär soll zuvor eine Erklärung verlangt haben, warum keine Konsultation vor dem Schreiben der drei Konföderationen stattgefunden habe und auf welcher Grundlage die AFC im Namen ihrer 47 Mitgliedsverbände – darunter Katar – sprechen könne. Auslöser des Offenen Briefes von AFC, UEFA und CONCACAF war Infantinos inzwischen verworfener WM-Investorenplan.
Die Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika haben den Ton verschärft, vor allem die UEFA forciert einen Rückzug des FIFA-Präsidenten. Einzelne nationale Verbände aus den Konföderationen - insbesondere aus Asien - haben Infantino dennoch Unterstützung zugesagt. Ein möglicher Gegenkandidat für die Wahl beim Kongress im März 2027 hat sich bislang nicht aus der Deckung gewagt. Die AFC besitzt 46 Stimmen. Es besteht kein Zwang, der Linie des Kontinentalverbandes zu folgen.
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