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SID-Aufwärmrunde: Fünf Kernpunkte für das Rennen in Ungarn

Published on Julho 26, 2026 at 06:34

Norris will den Sieg in Ungarn — ATTILA KISBENEDEK
Norris will den Sieg in Ungarn — ATTILA KISBENEDEK

Weltmeister Lando Norris trumpft im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn (15.00 Uhr MESZ/Sky) auf - und er träumt von seinem ersten Saisonsieg. Doch auf dem verwinkelten Hungaroring sind Prognosen für das letzte Rennen vor der Formel-1-Sommerpause kaum möglich. In der Vergangenheit waren Überholmanöver schwierig, mit den neuen Autos könnte sich dies ändern. Zudem fahren die Kontrahenten mit gehörig Wut im Bauch - ein Ausblick auf den elften Grand Prix der Saison.

WELTMEISTERLICH: Lando Norris flog bei der Zeitenjagd förmlich über den Kurs - er unterstrich erneut, dass McLaren weitere Schritte nach vorne gemacht hat. Der Brite übt sich dennoch in Zurückhaltung. "Wir müssen abwarten. Es war nur das Qualifying", sagte Norris: "Es wird ein langes und schwieriges Rennen." Doch beim Weltmeister ist die Hoffnung zurückgekehrt, vor der Sommerpause soll der erste Saisonsieg her.

HÄNGENDE KÖPFE: Du erhältst eine Strafe! Und du erhältst auch eine Strafe! Die WM-Kontrahenten Kimi Antonelli und Lewis Hamilton erlebten einen bitteren Tag in Budapest. Weil beide gegen Ende des Qualifyings auf verschiedene Art und Weise gegen das Reglement verstoßen hatten, schickte sie die Rennleitung in der Startaufstellung nach hinten. Für Rekordweltmeister Hamilton ging es von Platz zwei auf fünf, für Antonelli vom vierten auf den siebten Rang zurück. Beide gehen als Verfolger ins Rennen - sie müssen vor allem am Start genau abwägen, wie viel Risiko sie gehen wollen.

UNGEWOHNT: Schon vor der Strafe gegen Antonelli war das Ende der Mercedes-Serie im Qualifying besiegelt. Zum ersten Mal steht kein Silberpfeil im Hauptrennen auf der Pole Position. Ist die Dominanz also vorbei? Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Schließlich wusste Teamchef Toto Wolff bereits im Vorfeld, dass Budapest "schwierig" werden würde. Und für den Grand Prix ist noch einiges drin, schließlich sah die Racepace in den Trainings gut aus. Sorgen macht aber weiterhin das Auto von George Russell. Nun war es ein Wasserleck, das Probleme bereitete. Ein "nonsense", der nicht passieren dürfe, motzte Wolff bei Sky.

FRUST: Auch Max Verstappen war stinksauer. "Das Wochenende war insgesamt schwierig, aber wenn nicht der Reifen, sondern das Auto schlechter wird, dann hat man ein großes Problem. Genau das ist gerade der Fall", schimpfte der Niederländer, der sich aufgrund der Schwierigkeiten mit der Aerodynamik auf seiner letzten Runde gedreht hatte. Es sei "einfach unmöglich", diesen Red Bull zu fahren, klagte Verstappen weiter: "Es ist schon das ganze Jahr so, dass immer etwas falsch läuft." Und so brodelte es mächtig im viermaligen Weltmeister, der durch die Strafen gegen Hamilton und Antonelli immerhin noch auf den vierten Startplatz kletterte.

GEMISCHTE GEFÜHLE: Ja, der Einzug in Q3 sei schon "positiv", analysierte Nico Hülkenberg. Doch neben einem lachenden schaue er auch mit einem weinenden Auge auf die Ergebnisliste. Schließlich habe sich das Audi-Team "insgeheim erhofft, dass wir näher dran sind. Es hat aber nicht gereicht", sagte er. Doch Startplatz zehn bietet wieder eine gute Chance, nach den ersten Punkten des Jahres zu greifen - und so mit einem guten Gefühl in den Urlaub zu starten.

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