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Keine Löwe mehr: 1860 München ändert das Logo

Published on Julho 17, 2026 at 16:47

Fans vom TSV 1860 München — dpa-picture-alliance/Sven Hoppe
Fans vom TSV 1860 München — dpa-picture-alliance/Sven Hoppe
Keine Löwe mehr: 1860 München ändert das Logo

Die Löwen verlieren den Löwen: Fußball-Regionalligist 1860 München hat im Streit mit seinem früheren Investor Hasan Ismaik sein Logo geändert und läuft zukünftig offenbar mit einem elliptischen Vereinswappen ohne das Vereinstier auf, das die Münchner zuletzt 1911 auf dem Trikot trugen. Das Logo enthält die Buchstaben F und A, was für die Fußballabteilung (FA) des Turn- und Sportvereines steht.

Hintergrund ist ein Rechtestreit mit Ismaik, dessen langjähriger Kooperationsvertrag mit 1860 Anfang Juni einseitig von den Münchnern aufgelöst worden war. Weil der Jordanier mit seiner TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Limited weiterhin über die Rechte an dem bisherigen achteckigen Logo mit dem Löwen über der Jahreszahl 1860 verfügt, ist der Verein kreativ geworden. Den Wechselwunsch zum historische Wappen wurde bereits beim Bayerischen Fußball-Verband hinterlegt.

Das neue alte Logo ist bei den Löwen Teil einer großen Umstrukturierung. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung Ende Juni hatte der Verein die Gründung einer eigenen GmbH beschlossen, um Profi-Fußball zu gewährleisten, was bisher vor allem durch das Investorengeld über die Firma Ismaiks möglich war.

Zuvor hatte 1860 einen Zwangsabstieg aus der 3. Liga verkraften müssen. Bis Anfang Juni hatten die Verantwortlichen ein Defizit von 2,7 Millionen Euro aufbringen müssen, was bis zu der vorgegebenen Frist nicht gelang.

Zwischenzeitlich war der Verein auf bestem Weg, in die kommende Saison in der Regionalliga nicht nur mit verändertem Logo, sondern auch ohne Trikotsponsor zu gehen, ehe mit einem Münchner Mode-Unternehmen ein Sponsor gefunden wurde. Unter der Kampagne "Football for the People" hatten die Fans der Löwen zuvor versucht, durch ausreichende Spenden in Höhe von 250.000 Euro als Trikotsponsor zu fungieren.

Mit mittlerweile knapp 330.000 Euro konnte das vorgegebene Ziel zwar erreicht werden, aus dem Sponsoring wird nun offenbar aber doch nichts. Im Raum steht nun, dass die Summe an den Verein gespendet wird.

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