Nach Entlassung: Senegals Verbandschef schießt gegen Thiaw
Senegals Verbandschef hat einen Tag nach der Entlassung gegen Pape Thiaw ausgeteilt und den ehemaligen Nationaltrainer für eine vergiftete Atmosphäre im Team während der Fußball-WM verantwortlich gemacht. Hintergrund des Vorwurfs waren die Verhandlungen um einen neuen Vertrag und Thiaws Forderungen nach einem höheren Gehalt. Dabei habe es "einen Vertrauensbruch zwischen Pape Thiaw und uns" gegeben, sagte FSF-Präsident Abdoulaye Fall in Dakar.
Vor der Abreise zur WM hatte Thiaw, der seit seinem Vertragsende im Februar offenbar zunächst ohne Kontrakt arbeitete, eine Gehaltserhöhung gefordert. Beide Seiten einigten sich erst während des Turniers und klärten zudem weitere Streitpunkte, etwa hinsichtlich der Bonuszahlungen. Laut Fall unterschrieb Thiaw am Tag vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Norwegen den neuen Vertrag.
Zeitweise habe Thiaw damit gedroht, nicht zur WM zu reisen, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden, sagte Fall. Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye habe ihn schließlich am Tag der geplanten Abreise in die Vereinigten Staaten umgestimmt. Thiaw habe geglaubt, dass "die Funktionäre des Verbands seine Feinde seien, und das beeinträchtigte den Betrieb der Nationalmannschaft", kritisierte Fall.
Thiaw hatte 2024 übernommen. Der größte Erfolg seiner Amtszeit bleibt mit der skandalösen Kontroverse des Afrika-Cups verbunden. Im Januar gewann Senegal sportlich, verlor aufgrund der Vorfälle des chaotischen Spiels seinen Titel jedoch am Grünen Tisch an Marokko. Die WM in Nordamerika fand im Sechzehntelfinale ein jähes Ende, nachdem Senegal die Gruppenphase mit nur einem Sieg überstanden hatte.
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