Marokko auch ohne Saibari auf Kurs: "Ist erst der Anfang"
Starstürmer Ismael Saibari saß schon auf der Bank, als Marokko zum zweiten Mal in Folge ins WM-Viertelfinale einzog. Wie schwer der künftige Münchner verletzt ist, konnte Trainer Mohamed Ouahbi nach dem 3:0 (0:0) gegen Kanada aber noch nicht sagen. "Er hatte ein bisschen Schmerzen im Oberschenkel", berichtete der Coach. Mehr könne er aber noch nicht sagen: "Ich hatte noch keine Zeit, mit dem Arzt zu sprechen."
Saibari, der am vergangenen Mittwoch beim deutschen Rekordmeister FC Bayern einen Vertrag bis 2031 unterschrieben hatte und rund 50 Millionen Euro Ablöse kosten soll, war schon nach 22 Minuten verletzt vom Platz gehumpelt. "Wir wollen kein Risiko eingehen", sagte Ouahbi, "es ist wichtig, Spieler einzusetzen, die bei 100 Prozent sind, gerade in diesen Spielen, in denen es um alles geht."
Dass Marokko durch die Tore von Azzedine Ounahi (50./82.) und Soufiane Rahimi (90.+8) als erstes afrikanisches Team zweimal in Folge bei einer WM die Runde der letzten acht erreichte, sei "keine Überraschung mehr", sagte der Coach. Er hat festgestellt: "Wenn die Leute über Marokko reden, reden sie über einen Mitbewerber." Und: "Es ist erst der Anfang, ich hoffe, wir werden solche WM-Erfolge noch viele Jahre haben. Es ist noch nicht das Ende."
Vor vier Jahren in Katar scheiterte Marokko im Halbfinale an Frankreich (0:2) und anschließend im kleinen Finale um Platz drei an Kroatien (1:2). Inzwischen hat sich der Afrika-Cup-Sieger den Status eines Geheimfavoriten erarbeitet. Dass sein Team gegen den Außenseiter Kanada lange Probleme hatte, machte Ouahbi keine Sorgen: "Wir sind bei einer WM. Wenn es mal nicht so läuft, müssen wir widerstandsfähig sein. Wir sind ruhig geblieben, haben Anpassungen vorgenommen, und es hat funktioniert."
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