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Fiebich und Geiselsöder: Zwei Freundinnen für Deutschland

Published on September 10, 2026 at 05:53

Geiselsöder (l.) umarmt Fiebich — Marcin Golba
Geiselsöder (l.) umarmt Fiebich — Marcin Golba

Leonie Fiebich und Luisa Geiselsöder waren noch Kinder, als sie sich zum ersten Mal trafen. In der Bayern-Auswahl war das damals, mit der Zeit wurden sie dicke Freundinnen und Zimmergenossinnen. Gemeinsam gewannen sie 2018 die U18-Europameisterschaft, kurz danach folgte der Sprung in die Basketball-Nationalmannschaft. Und ihre spezielle Verbindung ist auch bei der Heim-WM in Berlin spürbar.

"Ich sage immer, Leo ist so ein bisschen wie meine Schwester. Wenn man jeden Sommer und jeden Lehrgang miteinander verbringt... wir kennen uns seit wir 12, 13 sind", sagte Geiselsöder der ARD-Sportschau im Doppelinterview mit Fiebich. Diese ergänzte: "Für mich ist es einfach meine Komfortzone. Es ist ganz geil, weil die reist halt überall hin mit mir. Das ist richtiger Luxus."

Unabhängig voneinander haben es beide in die WNBA nach Übersee geschafft. Fiebich 2024 bei New York Liberty, wo sie auf Anhieb Meister wurde, und Geiselsöder im vergangenen Jahr bei den Dallas Wings, ehe es vor der laufenden Saison zu Portland Fire ging. Doch auch in der amerikanischen Glamourwelt verliert sich das Duo nie aus den Augen. "Wenn wir in der WNBA gegeneinander spielen, ist schon Wochen vorher rot im Kalender, dass wir uns endlich sehen", sagte Fiebich.

Und in der Nationalmannschaft verstehen sich Fiebich und Geiselsöder blind. Ein großer Trumpf für Bundestrainer Olaf Lange - auch am Donnerstag im WM-Viertelfinale (17.45 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV) gegen Europameister Belgien. "Wir kennen uns in- und auswendig. Wir wissen, wie sich die andere bewegt, können uns aufeinander verlassen", sagte Fiebich. Manchmal, so Geiselsöder, "haben wir nur Augenkontakt auf dem Feld und wissen was passiert."

Alles wie immer also? Wie damals in der Jugend? Fast. Nur die Doppelzimmer sind Geschichte. "Wir haben sogar noch überlegt, ob wir im selben Zimmer bleiben und nicht ein Einzelzimmer nehmen", verriet Geiselsöder. Die individuelle Unterbringung hat aber auch ihre Vorteile, denn wenn es nur eine Bettdecke gab, sei es "schwierig" gewesen, erzählte Fiebich schmunzelnd. "Und ich glaube, wenn ich richtig müde war: Ich atme relativ laut", gab Geiselsöder zu, worauf Fiebich entgegnete: "Das ist nicht Atmen, das ist Schnarchen."

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