Havanna-Syndrom: US-Regierung zahlt Betroffenen erste Entschädigungen
Als Havanna-Syndrom werden erstmals in Kuba aufgetretene mysteriöse Gesundheitsprobleme von US-Botschaftsmitarbeitern bezeichnet - nun hat die Regierung in Washington den ersten Betroffenen Entschädigungen gezahlt. Das Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, es habe Zahlungen in Höhe von fast drei Millionen Dollar (gut 2,6 Millionen Euro) geleistet. Dies seien "die ersten Zahlungen, welche die Regierung im Rahmen des Havanna-Gesetzes vorgenommen hat".
Mit dem Gesetz war festgelegt worden, dass betroffene US-Diplomaten oder anderes in Botschaften stationiertes Personal finanziell und bei der medizinischen Behandlung unterstützt werden soll. Die Betroffenen klagten über Migräne, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen und weiteren Beschwerden - die Ursache dafür wurde nie gefunden.
Die ersten Fälle des Havanna-Syndroms waren 2016 bei Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt aufgetaucht, daher der Name. Später tauchten die Symptome auch bei westlichen Diplomaten in anderen Weltregionen auf. Dies hatte Befürchtungen vor einem möglichen Einsatz von Akustik- oder Elektroschallwaffen durch einen feindlichen Staat geweckt. Anfang 2025 erklärten die US-Geheimdienste dann aber, die Verwicklung ausländischer Akteure sei "sehr unwahrscheinlich".
jes
© Agence France-Presse
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