Nach WM-Aus: Kolumbiens Verband verurteilt Morddrohungen
Der kolumbianische Fußballverband (FCF) hat Morddrohungen gegen seinen Nationalspieler Jaminton Campaz verurteilt. "Kein Sportler und kein Mitglied seines Umfelds darf wegen der Vertretung des Landes im sportlichen Rahmen Einschüchterungen ausgesetzt sein", schrieb der FCF in einer Mitteilung. Weil Campaz beim WM-Aus im Achtelfinale gegen die Schweiz in der Verlängerung eine große Chance auf den Sieg vergeben hatte, wurde er angefeindet. Im Elfmeterschießen gewann die Schweiz 4:3.
Dabei werden Erinnerungen an Andrés Escobar wach. Der Verteidiger war bei der WM 1994 mit einem Eigentor gegen die USA (1:2) maßgeblich am Aus nach der Vorrunde beteiligt. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er in Medellín ermordet. Laut dem Portal OneFootball ist Campaz aus Sicherheitsgründen noch nicht nach Kolumbien zurückgekehrt.
Der kolumbianische Verband forderte, "die notwendigen Ermittlungen so zügig wie möglich voranzutreiben, um die Verantwortlichen für diese Vorfälle zu identifizieren, strafrechtlich zu verfolgen und zu bestrafen."
Fußball müsse "ein Ort der Zusammengehörigkeit, des Respekts und der Hoffnung sein, niemals jedoch eine Bühne für Hass, Einschüchterung oder Gewalt", hieß es in der Mitteilung.
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
Sports Spain set up World Cup semi-final with France after late win against Belgium
Spain beat Belgium 2-1 on Friday to move into a blockbuster World Cup semi-final against France after a hectic game decided by a...
Sports My goals don't matter if we win World Cup, says Yamal
Lamine Yamal said if Spain wins the World Cup nobody will care about his failure to score, after the teen superstar was again absent from the scoresheet in his side's...
Sports Courtois backs Lammens to bounce back after World Cup blunder
Thibaut Courtois rallied behind Belgium substitute goalkeeper Senne Lammens on Friday after the Manchester United stopper's agonising late blunder gifted Spain a 2-1 victory...