Belgiens verrücktes Comeback: "Wir hatten Eier"
Nach dem spätesten Tor der WM-Historie wurde Matchwinner Youri Tielemans unter einer Jubeltraube begraben, wenig später feierten die Mentalitätsmonster um Romelu Lukaku ausgelassen das "wohl verrückteste Comeback der belgischen Fußballgeschichte" (Nieuwsblad). "Wir haben Kampfgeist gezeigt, wir hatten wirklich Eier, die braucht man für so ein Spiel", sagte Lukaku nach dem emotionalen 3:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung im WM-Sechzehntelfinale gegen den Senegal.
Die Roten Teufel lagen in Seattle bis zur 86. Minute 0:2 zurück, ehe Super-Joker Lukaku (86.) und Tielemans (89.) die Verlängerung erzwangen. Dort schoss der 29-Jährige von Aston Villa Belgien mit einem viel diskutierten Foulelfmeter (120.+5) endgültig in den "siebten Himmel" (Nieuwsblad). "Ich habe versucht, meine Ruhe wiederzufinden. Ich war mit dem Spiel völlig fertig. In diesem Moment musste ich tief durchatmen und an meine Fähigkeiten glauben", sagte Tielemans.
Das Comeback erinnerte an den Auftakt der K.o.-Runde bei der WM 2018 in Russland. Damals hatten Anführer Kevin De Bruyne und Co. im Achtelfinale den 0:2-Rückstand gegen Japan ab der 69. Minute noch in der regulären Spielzeit gedreht. "Ich habe genug von solchen Spielen", scherzte Lukaku. Damals endete der Weg erst im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Frankreich (0:1), Belgien schnappte sich Platz drei. Bei der WM 2026 geht es nun im Achtelfinale am 7. Juli (2.00 Uhr MESZ) erneut in Seattle gegen Co-Gastgeber USA oder Bosnien-Herzegowina weiter.
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