Fery lässt Briten jubeln - Fritz auf Kurs
Keine Emma Raducanu, kein Jack Draper - Arthur Fery lässt die Herzen der Briten in Wimbledon höher schlagen. Der 23-Jährige, der für den Rasenklassiker eine Wildcard erhielt, setzte sich nach 4:38 Stunden Spielzeit 2:6, 7:5, 2:6, 7:6 (7:3), 7:6 (10:5) gegen den belgischen Eastbourne-Gewinner Zizou Bergs durch und zog überraschend in das Achtelfinale ein. Nach seinem Matchball fiel Fery rücklings auf den Rasen des kleinen Court 18, die euphorisierten Fans stimmten laute "Let's Go Arthur"-Gesänge an.
Auch Taylor Fritz steht in der Runde der letzten 16. Der US-Amerikaner gewann 4:6, 6:3, 6:4, 7:6 (7:5) gegen den Italiener Lorenzo Sonego und spielt nun gegen seinen Landsmann Frances Tiafoe, gegen den er jüngst das Finale in Halle/Westfalen verlor, oder den Kasachen Alexander Bublik. Fritz gilt als Angstgegner von Alexander Zverev, die vergangenen sieben Duelle gewann er allesamt gegen den French-Open-Sieger. Das nächste Aufeinandertreffen könnte nun im Viertelfinale von Wimbledon folgen.
Fery ist der letzte britische Tennisprofi im Turnier, auch bei den Frauen sind bereits alle Spielerinnen ausgeschieden. Unmittelbar vor Beginn von Wimbledon hatten mit Raducanu, US-Open-Siegerin von 2021, und Draper, der vom zweimaligen Turniersieger Andy Murray trainiert wird, verletzungsbedingt zwei Hoffnungsträger des heimischen Publikums ihre Teilnahme zurückgezogen.
In der nächsten Runde trifft Fery, der in Wimbledon zur Schule ging, auf den früheren Finalisten Matteo Berrettini aus Italien oder den Bulgaren Grigor Dimitrow, Halbfinalist von 2014.
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