Lipowitz nach Tour-Auftakt: "Beine noch nicht so gut"
Nach dem Auftakt der Tour de France hat der deutsche Radstar Florian Lipowitz noch Nachholbedarf bei sich ausgemacht. "Viele haben das Problem, direkt zum Anfang bei hundert Prozent zu sein. So ging es mir zumindest", sagte der Vorjahresdritte, der beim Team-Zeitfahren beim Start in Barcelona auf Rang acht fuhr und schon einige Sekunden Rückstand auf die Konkurrenz kassierte.
"Die Beine waren noch nicht ganz so gut, aber ich bin trotzdem ganz happy. Ich bin froh, dass es losgeht", sagte der Ulmer. 35 Sekunden liegt Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) hinter Auftaktsieger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike), der den italienischen Zeitfahrspezialisten Filippo Ganna (0:08 Minuten zurück/Netcompany-Ineos) und seinen Rivalen Tadej Pogacar (+0:12/UAE Emirates-XRG) auf die Plätze verwies.
"Ich würde da nicht so viel Wert drauf geben", sagte Lipowitz, der auf dem Weg auf Platz drei bei seinem Debüt im Vorjahr vor allem im Hochgebirge einige Sekunden aufgeholt hatte, über Vingegaards Duftmarke: "Am Ende fahren wir drei Wochen Rennen, da kommt es nicht auf ein paar Sekunden an."
Am Anstieg zum Olympia-Berg Montjuic hatte Lipowitz den Anschluss zu Teamkollege Remco Evenepoel verloren, den Schaden aber als Solist in Grenzen gehalten. "Am Start habe ich mich noch ganz gut gefühlt. Hinter Remco ist es hart. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe mich einfach ins Ziel gekämpft. Es war gut zu sehen, dass Remco in guter Form ist", sagte Lipowitz. Der belgische Doppel-Olympiasieger kam als Fünfter mit 19 Sekunden Rückstand ins Ziel.
Am Sonntag steht voraussichtlich der nächste Schlagabtausch der Klassementfahrer an. Die giftigen Anstiege zum Montjuic liegen dabei eher Pogacar, Evenepoel und Co. statt Lipowitz.
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