Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr sinkt im Jahresvergleich
In der ersten Hälfte des Jahres sind weniger Migranten in ihre Heimatländer abgeschoben worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In einer Antwort auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm gab das Bundesinnenministerium die Zahl der Abschiebungen bis Ende Juni mit insgesamt 9663 an - im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 11.807 gewesen.
In den vergangenen Jahren war die Zahl der Abschiebungen gestiegen. 2025 wurden laut Innenministerium knapp 22.800 Menschen abgeschoben - ein Höchststand. 2024 waren es knapp 20.100 Menschen, im Jahr davor rund 16.400, und 2022 knapp 13.000 Menschen.
Die Koalitionsparteien CDU, SPD und CSU hatten in ihrem Koalitionsvertrag als Ziel vereinbart, die Zahl der Abschiebungen zu steigern. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) misst dem Thema große Bedeutung zu.
Der AfD-Abgeordnete Holm wertete das Sinken der Zahlen im ersten Halbjahr als "Desaster" für die Migrationspolitik. "Die immer wieder versprochenen Abschiebeoffensiven sind reine Rohrkrepierer, und die Sicherheitslage verschärft sich immer weiter", sagte er AFP.
Das Bundesinnenministerium sieht keinen Rückgang der Zahlen, bezieht sich dabei aber sowohl auf Abschiebungen als auch geförderte Ausreisen. Ein Sprecher verwies auf AFP-Anfrage darauf, dass im ersten Halbjahr 2026 18.939 Menschen aus Deutschland "rückgeführt" worden seien - sowohl mittels erzwungener Ausreise, also Abschiebung, als auch geförderter Ausreise. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach 19.170 Menschen. "Die Zahl der rückgeführten Personen im ersten Halbjahr 2026 ist somit auf gleichem Niveau wie im ersten Halbjahr 2025."
Latest stories
Topthemen Trump spricht von "Invasion" in Ceuta und ruft zur Wahl der Republikaner auf
US-Präsident Donald Trump hat die Ankunft zehntausender marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta mit einer "Invasion" verglichen. "Es sieht aus wie eine Invasion eines Landes durch Hunderttausende von Menschen", sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in Camp David. Nach Angaben der Behörden von Ceuta erreichten bisher rund 60.000 Menschen das spanische Gebiet in Nordafrika, mehr als 48.000...
Sports Bayern-Vorstand Kasper: "Bundesliga muss weitsichtiger denken"
Nach Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat nun auch Marketing-Vorstand Rouven Kasper die Bundesliga zu größeren Anstrengungen bei der Internationalisierung aufgefordert. "Nach der Saison war Leipzig auf Reisen, außer uns ist in diesem Sommer nur Dortmund unterwegs, im September fliegt Paderborn in die USA. Das ist viel zu wenig! Die Bundesligisten müssen weitsichtiger denken", sagte Kasper...
Topthemen Spanisches Innenministerium: Mehr als 37.500 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt
Nach dem Ansturm zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind nach offiziellen Angaben fast zwei Drittel von ihnen in das angrenzende Marokko zurückgekehrt. Bis zum Freitagnachmittag hätten sich "mehr als 37.500" zunächst in Ceuta eingetroffene Menschen wieder nach Marokko begeben, teilte das spanische Innenministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. In den vergangenen Tagen...