Venezuelas Übergangspräsidentin ruft nach Erdbeben siebentägige Staatstrauer aus
Eine Woche nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. "Zum Gedenken an die Opfer habe ich beschlossen, ab heute um 18.00 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 0.00 Uhr MESZ) eine siebentägige Staatstrauer auszurufen", erklärte Rodríguez am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. "Die Seele Venezuelas ist zerrissen durch die menschlichen Verluste, die diese verheerenden Erdbeben verursacht haben."
Am Mittwoch vergangener Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1900 Todesopfer geborgen. Mehr als 10.500 Menschen wurden demnach verletzt.
Nach Angaben der UNO wurden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodríguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde. Er sagte, dass fast 6500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet worden seien. Er ging aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Überlebenden wahrscheinlich eher bei 20.000 liegt, weil sich zahlreiche Verschüttete aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn befreit hätten.
gav/ck
© Agence France-Presse