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Venezuelas Übergangspräsidentin ruft nach Erdbeben siebentägige Staatstrauer aus

Published on يوليو 1, 2026 at 20:43

Venezuelas Übergangspräsidentin ruft nach Erdbeben siebentägige Staatstrauer aus
Eine Woche nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. "Zum Gedenken an die Opfer habe ich beschlossen, ab heute um 18.00 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 0.00 Uhr MESZ) eine siebentägige Staatstrauer auszurufen", erklärte Rodríguez am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. "Die Seele Venezuelas ist zerrissen...
Venezuelas Übergangspräsidentin ruft nach Erdbeben siebentägige Staatstrauer aus

Eine Woche nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. "Zum Gedenken an die Opfer habe ich beschlossen, ab heute um 18.00 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 0.00 Uhr MESZ) eine siebentägige Staatstrauer auszurufen", erklärte Rodríguez am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. "Die Seele Venezuelas ist zerrissen durch die menschlichen Verluste, die diese verheerenden Erdbeben verursacht haben."

Am Mittwoch vergangener Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, nach jüngsten Angaben wurden bislang 2295 Todesopfer geborgen. Mehr als 11.000 Menschen wurden demnach verletzt. 13.000 Menschen seien ohne Dach über dem Kopf.

Nach Angaben der UNO wurden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodríguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde. Er sagte, dass fast 6500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet worden seien. Er ging aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Überlebenden wahrscheinlich eher bei 20.000 liegt, weil sich zahlreiche Verschüttete aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn befreit hätten.

In La Guaira wurden zudem vier Polizisten wegen mutmaßlicher Plünderung festgenommen. Dem Justizministerium zufolge wurden die Beamten von Einwohnern auf frischer Tat ertappt. In Onlinediensten wurden zahlreiche Aufnahmen verbreitet, auf denen wütende Menschen den Polizisten Beschimpfungen wie "Aasgeier" oder "Ihr seid eine Schande" entgegenschleudern. 

In einem der Videos hält ein von Menschen umringter Polizist eine kleine verbogene Schachtel in der Hand, die er vermutlich aus den Trümmern geborgen hat und in der sich Dollarscheine befinden. Die Menschen fordern ihn auf, die Box loszulassen. In einem anderen Video sieht es so aus, als würde eine Frau Geldscheine zerreißen, die dem Polizisten offenbar abgenommen wurden.

Am Mittwoch veröffentlichte das Justizministerium Fotos der vier Verdächtigen. "Eine Gruppe von Beamten handelte auf beschämende Weise", erklärte das Ministerium. Die Polizisten hätten Pflichten vernachlässigt und die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen ausgenutzt. Sie seien festgenommen und entlassen worden und müssten sich nun vor Gericht verantworten. 

kas/gav

© Agence France-Presse

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