Mord an schwangerer Tochter in Köln: Tatverdächtiger Vater im Irak ermittelt
Fast zehn Jahre nach der Tötung seiner 19-jährigen schwangeren Tochter in Köln ist der tatverdächtige Vater im Irak ausfindig gemacht worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der nordrhein-westfälischen Großstadt am Freitag mitteilten, wurde ein Auslieferungsersuchen an die irakischen Behörden gestellt. Gegen den 54-Jährigen liegt ein internationaler Haftbefehl wegen Mordverdachts vor.
Der 54-Jährige wird demnach beschuldigt, Anfang Januar 2017 seine zur Tatzeit 19 Jahre alte schwangere Tochter in Köln ermordet zu haben. Nach der Tat floh der 54-Jährige in den Irak, von wo aus er sich bei der Polizei meldete und den Aufenthaltsort der Leiche seiner Tochter bekannt gab. Seitdem war sein genauer Aufenthaltsort unbekannt. Die Ermittler vermuten als Motiv der Tat, dass der Mann mit der Lebensführung seiner Tochter nicht einverstanden war.
Die Fahnder hatten seit Mai verstärkt nach dem 54-Jährigen gesucht und sich mit einem öffentlichen Aufruf auf Deutsch und Kurdisch an die Bevölkerung gewandt. In der Folge seien zahlreiche Hinweise eingegangen, so dass der Beschuldigte nun im Irak lokalisiert werden konnte.
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