Dritte Nacht ohne Angriffe am Golf: Ölpreise fallen wegen Hoffnung auf Entspannung
Nach der dritten Nacht ohne Angriffe am Persischen Golf sind die Ölpreise zu Handelsbeginn am Montag deutlich gefallen. Seit Freitagabend wurden keine US-Luftangriffe im Iran gemeldet. Der Iran seinerseits sah von Angriffen auf mit Washington verbündete Nachbarn am Golf ab. Der Ölpreis sackte um rund fünf Prozent ab, auf rund 92 Dollar für ein Barrel der Nordseesorte Brent. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich noch etwas stärker auf gut 84 Dollar.
"Was der Präsident derzeit tut, (...) ist, Raum für Verhandlungen zu lassen", sagte der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, am Sonntag. Dennoch halte Donald Trump seine Drohung weiterer Angriffe aufrecht: Er "hält sich alle Optionen offen", sagte der US-Diplomat.
Seitens der iranischen Armee hieß es: "Da unsere Strategie im Wesentlichen auf Vergeltungsmaßnahmen basiert, haben wir unsere Operationen ebenfalls eingestellt."
Die USA hatten vor rund zwei Wochen wieder mit massiven Angriffen auf den Iran begonnen und eine zuvor geltende brüchige Waffenruhe für beendet erklärt. Die für den Seehandel mit Öl und Gas wichtige Straße von Hormus ist weitgehend blockiert. Der Ölpreis war daraufhin wieder stark angestiegen und hatte zeitweise die Schwelle von 100 Dollar pro Barrel Brent erreicht.
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