CDU-Innenpolitiker Oster verteidigt Geheimdienstreform gegen Kritik
Vor der Verabschiedung der geplanten Geheimdienstreform im Kabinett hat der CDU-Innenpolitiker Josef Oster das Vorhaben verteidigt. Es gehe nicht, wie von Kritikern behauptet, um die Schaffung einer Geheimpolizei, betonte Oster am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Es geht darum, einen Nachrichtendienst auf rechtsstaatlicher Basis zu haben, der unsere Demokratie und unsere freiheitliche Grundordnung schützt."
Ziel sei auch nicht, das historisch begründete Trennungsverbot aufzuheben, sagte Oster. Stattdessen solle der Nachrichtendienst "in klar eingegrenzten Fällen" die Möglichkeit haben, Einfluss zu nehmen. Ziel der Reform sei es, auf akute Bedrohungen direkt "operativ" zu reagieren.
Das Kabinett will am Mittwoch ein mehr als 700 Seiten starkes Gesetzespaket beschließen, das eine deutliche Stärkung der Befugnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) und des für das Ausland zuständigen Bundesnachrichtendienstes (BND) vorsieht. Dabei geht es nicht nur um die ausgeweitete Sammlung und Speicherung von Informationen und Daten, sondern auch um die Möglichkeit, Bedrohungen wie Sabotageakte oder Hackerangriffe künftig aktiv zu bekämpfen.
Kritik kam etwa von der FDP. Deren Vorsitzender Wolfgang Kubicki sprach von einer Geheimpolizei und einem "historischen Tabubruch". Die strikte Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei habe sehr gute und auch historische Gründe. Ähnlich argumentierten Linke und Grüne.
Latest stories
Sports Turn-EM: Kevric, Schönmaier und Co. wollen in Zagreb überzeugen
Mit Titelverteidigerin Karina Schönmaier und Comebackerin Helen Kevric starten die deutschen Turnerinnen bei den am Donnerstag beginnenden Europameisterschaften in Kroatien - in Zagreb will die Auswahl des Deutschen Turner-Bundes (DTB) um Topplatzierungen mitkämpfen. "Wir haben ein sehr starkes und vor allem erfahrenes Team, mit dem wir es auf jeden Fall ins Teamfinale schaffen wollen, um dort unter die besten fünf Teams zu kommen", sagte Cheftrainer Gerben Wiersma im...
Weltgeschehen Zahl der Toten nach Erdbeben in Kolumbien auf 216 korrigiert
Nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien haben die Behörden die Zahl der Todesopfer auf 216 nach unten korrigiert. Die Behörden hatten die Zahl der...
Topthemen Niedrigwasser: Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse
Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Am Mittwoch wollte Bilger digital mit den Verkehrsministern der...