Niedrigwasser: Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse
Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).
Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte Bilger. "Deswegen brauchen wir einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen." Er wolle darüber auch mit Umweltverbänden sprechen, kündigte der Minister an. Naturschützer sehen einen Ausbau der Flüsse kritisch und plädieren stattdessen für lebendige Flüsse.
Bilger sprach sich zudem dafür aus, die Förderung von Niedrigwasserschiffen in voller Höhe beizubehalten. Diese war von zunächst geplanten 36 Millionen Euro für das kommende zwischenzeitlich aus Haushaltsgründen halbiert worden. "Das Anliegen bringen wir in die parlamentarischen Haushaltsberatungen ein", sagte Bilger dem RND. Parallel dazu würden die erforderlichen europäischen Abstimmungen vorangetrieben, "damit eine Fortführung der Förderung nicht unnötig verzögert wird".
Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren oder sogar gar nicht mehr fahren können.
jes
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