Behörden in Guatemala erklären Vulkanausbruch für beendet
Der Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala hat sich wieder beruhigt: Die Behörden des lateinamerikanischen Landes erklärten den Vulkanausbruch am Mittwoch für beendet. Nach insgesamt 50 Stunden seit Beginn des Ausbruchs sei dieser nun abgeschlossen, teilte das Nationale Institut für Vulkanologie mit.
Bereits zuvor hatte sich ein leichter Rückgang der Vulkan-Aktivität abgezeichnet. Trotz nachlassender "eruptiver Aktivitäten" sei ein plötzliches Herabfließen von "Lavaströmen" aber nicht ausgeschlossen, warnten die Behörden. Diese Ströme stellten "die größte Bedrohung für die nahegelegenen Gemeinden" dar.
Von der südlich gelegenen Stadt Escuintla aus, wo evakuierte Bewohner der am Hang des Vulkans gelegenen Dörfer Zuflucht gefunden hatten, beobachtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch leichte Ausstöße von Gas und Asche aus dem Vulkan, der äußerlich ruhig wirkte. Die Katastrophenschutzbehörde Conred teilte mit, dass einige Bewohner sich auf den Rückweg in ihre Häuser gemacht hätten.
Der Fuego-Vulkan war am Montag ausgebrochen. In der Nacht zu Dienstag verstärkte sich dann seine Aktivität: Lavaströme flossen an seinen Hängen herab, riesige Gas- und Aschewolken stiegen in den Himmel auf. Die Behörden riefen für die am nächsten gelegenen Gebiete die höchste Alarmstufe aus und ordneten Evakuierungen an. Insgesamt wurden rund 1700 Menschen in Sicherheit gebracht.
Der 3763 Meter hohe Volcán de Fuego liegt etwa 35 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt und gilt als der aktivste Vulkan in Mittelamerika. 2018 waren bei einem Ausbruch des Vulkans mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen und ähnlich viele als vermisst gemeldet worden. Damals wurde eine Ortschaft durch Lava zerstört.
Guatemala liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Immer wieder kommt es hier zu Erdbeben und vulkanischer Aktivität.
Latest stories
Weltgeschehen US-Kriegsschiffe der neuen "Trump"-Klasse könnten 275 Milliarden Dollar kosten
Die von US-Präsident Donald Trump geplanten und nach ihm benannten neuen Kriegsschiffe für die Armee könnten 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO am Mittwoch mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät. Die Schiffe der...
Topthemen Drohnen-Vorfall in Leipzig: Dobrindt sieht "neues Bedrohungsszenario"
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht von einem "neuen Bedrohungsszenario": Der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen stellt die Sicherheitsbehörden in Deutschland vor eine Bewährungsprobe. Es sei seine Einschätzung, "dass wir es hier mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun haben", sagte Dobrindt am Mittwochabend am Flughafen Leipzig/Halle. Die...
Sports Kanadischer Premier Carney: "Kein Vertrauen mehr in Infantino"
Auch aus der Politik nimmt die Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino zu. "Angesichts der Ereignisse habe ich nach all dem sicherlich kein Vertrauen mehr in Herrn Infantino", sagte Kanadas Premierminister Mark Carney. Der Regierungschef des WM-Mitgastgebers 2026 übte am Mittwoch scharfe Kritik an der Führung des Weltverbandes und...