Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Berliner SPD-Spitzenkandidat Krach
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Spitzenkandidaten der SPD für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach. Das bestätigte eine Sprecherin der Behörde in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Im Zuge der Ermittlungen wurden demnach drei Räumlichkeiten in Berlin und Hannover durchsucht. Krach wies die Vorwürfe als haltlos zurück.
Er wisse von den Anschuldigungen erst seit dem Morgen, als die Ermittler vor seiner Tür gestanden hätten, sagte Krach dem Sender RBB. Bisher kenne er die konkreten Vorwürfe gegen sich nicht. Krach sagte dem Sender weiter, er habe nichts zu verbergen und werde mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.
Laut dem Berliner "Tagesspiegel" soll es um den Verdacht der Bestechlichkeit gehen. Gegenstand soll eine Spende an Krach oder die SPD der Region sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Ein Sprecher der Berliner SPD sagte der Zeitung: "Als SPD Berlin und im Namen unseres Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Steffen Krach weisen wir die Unterstellungen in aller Entschiedenheit zurück. Selbstverständlich kooperieren wir mit den Behörden vollumfänglich, um diese haltlosen Unterstellungen auszuräumen."
Krach war viele Jahre Staatssekretär in Berlin, bevor er 2021 Präsident der Region Hannover wurde - ein Zusammenschluss der Landeshauptstadt mit 20 Umlandkommunen. Seit dem 23. März ist Krach dem Verband zufolge als Präsident beurlaubt. Er befindet sich im Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl am übernächsten Sonntag.
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