Schwimm-EM: Elendt und Köhler verpassen Medaille
Weltmeisterin Anna Elendt muss bei der Schwimm-EM in Paris weiter auf ihre erste Medaille warten. Die 24-Jährige verpasste über die 100 m Brust ein Jahr nach ihrem WM-Triumph am Mittwochabend in 1:06,37 Minuten als Siebte das Podium auf europäischer Ebene. Gold ging an die Britin Angharad Evans (1:04,87) vor der Irin Mona McSharry (1:05,41) und der Italienerin Benedetta Pilato (1:05,89).
"Ich kann es mir gar nicht so genau erklären", sagte Elendt in der ARD: "Ich muss auf jeden Fall noch mal ein engeres Gespräch mit den Trainern führen, um zu gucken, was wir da jetzt noch verändern können, weil es ist keine gute Zeit. Aber so ist es manchmal."
Im vergangenen Jahr war Elendt, die in den USA lebt und trainiert, auf dieser Strecke in Singapur zu WM-Gold geschwommen, 2022 hatte sie Silber gewonnen. Bei einer EM auf der Langbahn gelang der deutschen Rekordhalterin der Sprung auf das Podium bislang aber noch nicht. Auf der Kurzbahn hatte sie sich im vergangenen Jahr über die 200 m zur Europameisterin gekrönt. Über diese Distanz bietet sich Elendt in Paris auch die nächste Chance auf eine Medaille. Am Donnerstag ist die Frankfurterin neben Lena Ludwig (Heidelberg) zunächst im Vorlauf und einem möglichen Halbfinale gefordert.
Auch Ex-Weltmeisterin Angelina Köhler schwamm am Podium über 50 m Schmetterling vorbei. Die Berlinerin, die sich 2024 über die doppelte Distanz WM-Gold gesichert hatte, schlug in 25,72 Sekunden als Sechste an. Gold ging an die Schwedin Sarah Sjöström (25,05), die ihren 18. EM-Titel auf der Langbahn gewann und damit mit der deutschen Schwimm-Ikone Franziska van Almsick gleichzog. Silber holte die Belgierin Roos Vanotterdijk (25,12) vor Sara Junevik aus Schweden (25,51).
Die Paradestrecke der 25-Jährigen steht allerdings noch an. Am Donnerstag ist Köhler im Centre Aquatique Olympique am Stade de France in den Vorläufen über die 100 m gefordert. In der Jahresbestenliste ist sie hinter Weltmeisterin Gretchen Walsh und deren amerikanischer Landsfrau Regan Smith derzeit die Nummer drei der Welt auf dieser Strecke, auf der sie 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris noch den bitteren vierten Platz belegt hatte.
Auch die Frauen-Staffel über die 4x100 m Freistil ging leer aus. Nina Holt, Linda Roth, Julianna Bocska und Nicole Maier belegten Platz sieben (3:36,90).
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