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Schulschließungen in Indonesien wegen schlechter Luft infolge von Waldbränden

Published on Agosto 11, 2026 at 11:32

Wegen der Rauchentwicklung durch Waldbrände sind in Indonesien am Dienstag Dutzende Schulen geschlossen geblieben. — JUNI KRISWANTO / AFP
Wegen der Rauchentwicklung durch Waldbrände sind in Indonesien am Dienstag Dutzende Schulen geschlossen geblieben. — JUNI KRISWANTO / AFP

Wegen der Rauchentwicklung durch Waldbrände sind in Indonesien am Dienstag Dutzende Schulen geschlossen geblieben. Solange die Luftqualität derart schlecht sei, müssten die Kinder zu Hause lernen, erklärte der Bürgermeister von Pontianak auf der Insel Borneo, Edi Rusdi Kamtono. Wie viele Schulen genau von der Schließung betroffen sind, teilte er nicht mit. In seiner Stadt besuchen nach offiziellen Angaben zehntausende Kinder und Jugendliche die staatlichen Schulen.

Infolge von Bränden im Umland wurde die Stadt mit einem Rauchschleier überzogen. Die Luftverschmutzung sei insbesondere nachts und morgens zu spüren.

Auch das Nachbarland Malaysia war von der Luftverschmutzung betroffen. Die Meteorologiebehörde rief die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, drinnen zu bleiben. Behördenchef Mohd Hisham Mohd Anip sprach mit Blick auf Indonesien von einem "grenzüberschreitenden Dunstglocken-Phänomen".

Auf der indonesischen Insel Java kämpften am Dienstag den neunten Tag in Folge Feuerwehrleute gegen einen Brand im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark, der bereits 900 Hektar Land zerstört hat. Wegen des Feuers ist die Touristenattraktion seit Samstag für Besucher geschlossen.

Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde kämpfen derzeit mehr als 48.000 Einsatzkräfte gegen Brände in sechs Provinzen. Landesweit wurden seit Jahresbeginn bereits mehr als 107.000 Hektar Land durch Waldbrände zerstört und damit eine doppelt so große Fläche wie im gesamten Jahr 2023.

Die Behörden des südostasiatischen Landes rechnen für dieses Jahr mit außergewöhnlicher Trockenheit und infolgedessen vielen Bränden. Die Meteorologiebehörde führt dies zum Teil auf den gegenwärtigen El Niño zurück.

Bei dem natürlich auftretenden Wetterphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In Südostasien führt El Niño in der Regel zu stärkerer Trockenheit. Üblicherweise tritt das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate.

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