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Bayern-Präsident Hainer: "Internationalisierung ist kein Solo"

Published on Agosto 7, 2026 at 16:00

Bayern-Präsident Herbert Hainer — ALEXANDRA BEIER
Bayern-Präsident Herbert Hainer — ALEXANDRA BEIER

Die Verantwortlichen des FC Bayern haben zum Abschluss der Asienreise des Rekordmeisters die Bundesliga einmal mehr zu größeren Anstrengungen bei der Internationalisierung aufgefordert. "Wenn der FC Bayern vorangeht, dürfen die anderen nicht stehenbleiben. Internationalisierung ist kein Solo – die Liga muss mitziehen", betonte Präsident Herber Hainer in Hongkong, wo die Münchner ihre Tour mit einem 2:1 (1:0) gegen Europa-League-Sieger Aston Villa beendeten.

Auch der für die Tour verantwortliche Marketing-Vorstand Rouven Kasper nahm die Konkurrenz erneut deutlich in die Pflicht. "Die anderen Vereine sollen nicht von zuhause aus zuschauen, sondern die Fußballschuhe in den Koffer packen. Fußball besteht auch aus Auswärtsspielen, da muss man besonders bestehen. Internationalisierung ist keine Kür, sondern Pflicht", sagte Kasper.

Zuletzt hatte er schon in Merkur/tz gefordert, dass "die Bundesligisten weitsichtiger denken müssen. Die Engländer gehen raus in die Welt – das heißt auch für die deutschen Klubs, dass sie aktiv sein müssen." Es sei "leider Fakt", so Kasper, "dass die Medienerlöse beispielsweise in den USA und Japan aktuell rückläufig sind – aber umso mehr muss die Liga eben mit uns gemeinsam strategische Mechanismen finden, um Aktivitäten zu pushen. Bayern München kann nicht überall hinreisen." Der Branchenführer kehrt am Samstag von seiner Tour nach Jeju/Südkorea und Hongkong zurück.

Die Einnahmen der Bundesliga aus den internationalen Verträgen stagnieren. Aus dem Verkauf der TV-Rechte kamen zuletzt 218 Millionen Euro zusammen, inklusive Sponsoring waren es 302 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die englische Premier League kassierte fast das Zehnfache, Spaniens La Liga immerhin das Dreifache.

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