"Skandalöser Ausverkauf": FairSquare attackiert FIFA-Pläne
Die Organisation FairSquare hat die Investoren-Pläne des Weltverbandes FIFA rund um die Fußball-Weltmeisterschaft als "skandalösen Ausverkauf unseres gemeinsamen Erbes" bezeichnet. Wie der Direktor der Organisation Nicholas McGeehan am Mittwoch auf SID-Anfrage mitteilte, gehöre der Fußball "nicht der FIFA, um ihn zu verkaufen - schon gar nicht an Private-Equity-Fonds und Organisationen, die ausschließlich daran interessiert sind, von der Popularität des Sports zu profitieren".
Die englische Times, der Telegraph und die Financial Times hatten am Dienstag berichtet, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino über eine neu zu gründende Tochterfirma namens FIFA Forward Enterprise (FFE) Anteile an der Fußball-WM an private Investoren abtreten will. Die FIFA bestätigte das Vorhaben in einer Mitteilung am Dienstagabend weitgehend. Basierend auf einer Unternehmensbewertung von 20 Milliarden US-Dollar werde die FFE in diesem Jahr bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar aufbringen. Laut den Berichten sollen bis zu 20 Prozent der Anteile verkauft werden.
FairSquare befürchtet mit Blick auf die Pläne, dass "dies das Patronagenetzwerk ankurbeln wird, das die Hauptursache für die Missstände bei der FIFA ist und das Potenzial birgt, Korruption zu begünstigen. FairSquare ruft "Politiker sowie alle anderen einflussreichen Persönlichkeiten und Organisationen" deshalb unter anderem dazu auf, "sich diesen Plänen zu widersetzen und die Forderungen nach einer Untersuchung der Verbindungen von Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump durch die Ethikkommission der FIFA zu unterstützen."
Zuvor hatten bereits etwa die Europäische Fußball-Union (UEFA) sowie der Kontinentalverband CONCACAF, der Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik umfasst, scharfe Kritik geäußert. Die UEFA hatte in einer Mitteilung geschrieben, dass eine "Grenze überschritten" werde, "die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen."
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