Krösche sieht kein Fehlverhalten bei Immobilienkauf
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat im Wirbel um den Kauf einer Immobilie in Kroatien ein Fehlverhalten bestritten, bereut aber die mangelnde Kommunikation. "Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, sicherlich klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben", sagte der 45-Jährige dem kicker.
Krösche hatte 2022 mit der Ehefrau des Spielerberaters Andy Bara einen Grundstückskauf in Kroatien getätigt. Er betonte, dabei nicht bevorzugt behandelt worden zu sein. "Ich habe Lana Banelys Unternehmen mit der Entwicklung meines Grundstücks beauftragt, weil sie an diesem Standort bereits Erfahrungen und Expertise gesammelt hat. Alle Dienstleistungen, die aus diesem Auftrag entstanden sind, habe ich nachweislich marktgerecht bezahlt - und hatte natürlich auch kein Problem damit, dies unserem Aufsichtsrat gegenüber transparent offenzulegen. Wo liegt also meine Bevorteilung?", sagte er.
Auch einen möglichen Zusammenhang mit Spielertransfers kann Krösche nicht erkennen. "Alle Spielertransfers laufen bei uns intern selbstverständlich transparent ab, auf der Basis von Scoutingprozessen, an denen mehrere Personen beteiligt sind. Diese Prozesse werden schriftlich dokumentiert - und am Ende keine alleinigen Entscheidungen getroffen, sondern gemeinsame", sagte Krösche.
Krösche äußerte sich auch über seine Zukunft. Zuletzt war er mit der AC Mailand in Verbindung gebracht worden, wollte diese Gerüchte aber nicht kommentieren. Für eine Vertragsverlängerung bei der Eintracht sieht er indes (noch) keinen Anlass. "Mein Vertrag läuft noch bis 2028. Es gibt also keinen zeitlichen Druck", sagte er. Krösche ist seit 2021 Sportvorstand in der Mainmetropole.
Kritik übte Krösche derweil an Ex-Trainer Albert Riera, der zuletzt unter anderem Vorstandssprecher Axel Hellmann ("Du bist ein Niemand, unbekannt und hast nichts getan") angegangen war. "Das kam bei mir überhaupt nicht gut an", sagte Krösche: "Ich halte diese öffentlichen Nachtritte für unnötig und inakzeptabel."
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