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Simon Kohn: Die Belohnung der harten Arbeit

Published on Julio 14, 2026 at 10:53

Kohn arbeitet hart für sein Ziel
Kohn arbeitet hart für sein Ziel
Simon Kohn: Die Belohnung der harten Arbeit

35 Grad Celsius, strahlend blauer Himmel - für Volleyballprofi Simon Kohn vom VfB Friedrichshafen eigentlich der perfekte Tag, um die Sommerpause zu genießen. Doch der 21-Jährige lag nicht etwa in der Sonne am Bodensee, er verbrachte die heißen Tage in der Trainingshalle des Bundesstützpunktes in Kienbaum. Schuften für sein großes Ziel: ein Spiel im Nationaltrikot.

"Das eigene Land zu repräsentieren ist schon der Traum, für den man das alles macht", sagt Kohn im SID-Interview. Nur wenige Tage später kann sich sein Traum erfüllen: Kohn steht im Kader von Bundestrainer Massimo Botti für die dritte und letzte Woche der Volleyball Nations League (VNL). 

"Wir haben uns entschieden, Anton Brehme und Simon Kohn für die dritte VNL-Woche in den Kader zu nehmen, um ihren aktuellen Leistungsstand zu sehen und ihnen die Chance zu geben, sich zu zeigen", sagte Botti am Dienstag. Kohn hatte nicht damit gerechnet, nun zahlt sich die harte Arbeit aus.

Statt Eisessen und Plantschen standen für ihn Kraftdiagnostik und Balltraining auf dem Tagesprogramm. "Wir sind alle durch, aber es ist eine kleine coole Gruppe, also macht es trotzdem Spaß", erzählte der Außenangreifer, der zuletzt von einer Fußverletzung ausgebremst wurde.

Verdient hat er sich den Platz im Kader für die Spiele in Belgrad gegen Slowenien am Mittwoch (13.00 Uhr/ZDF Livestream) und danach gegen Iran, Serbien und die Ukraine allemal. Im Verein bewies der Youngster, dass er mehr als mithalten kann und wurde sogar zum Publikumsliebling.

In der Bundesliga ist Kohn in der kommenden Saison der dienstälteste Spieler beim früheren Serienmeister Friedrichshafen, dabei ist er selbst doch kaum dem Nachwuchs entwachsen. "Natürlich ist das witzig, aber meine Rolle wird sich nicht groß ändern", sagt Kohn, der seit 2020 beim VfB spielt: "Ich versuche wie jedes Jahr, viel Verantwortung zu übernehmen."

Der gebürtige Ulmer, dessen Schwester Hannah in Schwerin ebenfalls in der Bundesliga spielt, hat erst im Mai seinen Vertrag verlängert und für die kommende Saison ein klares Ziel: "Ich will mich persönlich weiterentwickeln und ein besserer Spieler werden." Der Traditionsklub, der seit dem Pokalsieg 2022 auf einen Titel wartet, sei hungrig: "Wenn man in Friedrichshafen spielt, will man immer um Titel spielen." 

Doch vor dem Bundesligastart im Herbst steht noch die Nationalmannschaft im Fokus. Zunächst mit der Nations League, dann mit der Europameisterschaft im September. In der VNL spielen Kohn und Co. um einen Platz beim Finalturnier und Kohn selbst um weitere Chancen in der Eliteauswahl.

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