Infantino über WM mit 64 Teams: "Wird diskutiert"
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eine weitere Aufblähung der Fußball-WM auf dann 64 Mannschaften erneut nicht ausgeschlossen. "Das ist auf jeden Fall ein Thema, das man nach dieser WM anschauen und in den Gremien diskutieren wird", sagte Infantino dem Schweizer Sender blue Sport. Die Fußball-Welt bestehe nicht nur aus Europa und Südamerika. "Jede Nation soll davon träumen dürfen, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagte der 56-Jährige.
Vermeintlich kleine Teams wie Kap Verde hätten zuletzt den Beweis geliefert, dass von einer Verwässerung der WM keine Rede sein könne. "Man sieht, dass die Qualität der Teams extrem hoch ist - und sie wird immer höher, überall auf der Welt", sagte Infantino.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada ist die erste mit 48 Mannschaften. Diese Aufstockung von zuvor 32 Teams bewertet Infantino schon jetzt als "Riesenerfolg. Jedes Team hat top gespielt. Von jedem Kontinent haben Mannschaften Tore geschossen und mindestens einen Punkt geholt. Neun von zehn afrikanischen Teams haben die K.o.-Phase erreicht. An der letzten WM waren nur fünf Teams aus Afrika dabei. Das zeigt doch, dass es wichtig ist, alle Mannschaften einzubeziehen. Dass man ihnen diese Möglichkeit gibt, teilzunehmen."
Die Debatte um ein Turnier mit noch mehr Teilnehmern ist nicht neu, schon 2030 könnte dies der Fall sein. Unterstützt wird der Vorschlag unter anderem von Alejandro Domínguez, Präsident des südamerikanischen Fußballverbands (CONMEBOL). Er wirbt dafür, 64 Teams zuzulassen, um das hundertjährige Jubiläum der ersten Turnierauflage 1930 in Uruguay zu würdigen.
Hauptausrichter der WM 2030 sind Spanien, Portugal und Marokko. Ein Teil des Turniers wird jedoch auch in Paraguay, Uruguay und Argentinien ausgetragen.
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