Hunderte Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen Waldbrand in den Pyrenäen
Hunderte Feuerwehrleute haben am Montag in Südfrankreich weiter gegen einen Wandbrand in den Pyrenäen angekämpft. Seit Samstag vernichteten die Flammen rund 4600 Hektar Vegetation, wie die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales an der Grenze zu Spanien mitteilte. Durch das Feuer, das sich in einem trockenen und schwer zugänglichen Gebirgsgebiet ausbreitete, wurden demnach bereits fünf Menschen verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Rund 10.000 Bewohner kleiner Dörfer im Brandgebiet wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
Angesichts der "sehr schwierigen Lage" hatten die Behörden am Sonntagabend angeordnet, dass die dritte Etappe der Tour de France am Montag zwar stattfindet, allerdings ohne Zuschauer auf der französischen Seite der Grenze. Die Strecke führt von Granollers in Spanien zum französischen Zielort Les Angles.
"Mein wichtigstes Ziel heute ist, die Menschen zu unterstützen, die evakuiert wurden", sagte Präfekt Pierre Regnault de la Mothe am Montagmorgen. Daher solle "kein einziger Feuerwehrmann" zur Absicherung der Tour de France eingesetzt werden. Für die Feuerwehr habe der "erbitterte Kampf" gegen die Flammen Priorität, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Auch in anderen Regionen im Süden Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen Waldbrände. Wegen einer neuen Hitzewelle gilt in 16 Départements die zweithöchste Alarmstufe Orange, erwartet werden Temperaturen von bis zu 40 Grad.
Auch wenn die meisten Waldbrände nach Angaben der Feuerwehr durch Menschen ausgelöst werden, begünstigen die auf den Klimawandel zurückzuführenden häufigeren Hitzewellen und die damit verbundene Trockenheit den Brandverlauf.
ck/gt
© Agence France-Presse
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