Zweiter WM-Test: DBB-Frauen unterliegen auch Ungarn
Auf ihrem Weg zur Heim-WM in Berlin haben die deutschen Basketballerinnen auch im zweiten Härtetest den Kürzeren gezogen. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) unterlag Ungarn nach wechselhafter Leistung mit 62:68 (25:26). In der Vorwoche hatte das Team um Kapitänin Marie Gülich bereits gegen WM-Auftaktgegner Spanien verloren (60:65). Beste deutsche Werferin in Göttingen war Alexis Peterson mit 18 Punkten.
"Der nötige Kampf war da, aber insgesamt waren es zu viele Fehler, vor allem in der Verteidigung", sagte Bundestrainer Olaf Lange bei MagentaTV, "wir müssen in der letzten Phase der Vorbereitung noch zulegen. Aber es hat mir gefallen, wie wir Wege gefunden haben, ins Spiel zurückzukommen." Deutschland spielte gegen effiziente Ungarinnen oft zu kompliziert und verteidigte zu leichtfertig - Mut machte allerdings die Leistung im zweiten und vierten Abschnitt.
Es war das vorletzte Länderspiel in der Vorbereitung für das Turnier (4. bis 13. September), am Donnerstag (17.00 Uhr) geht es bei der Generalprobe in Köln gegen die Türkei. Das Duell findet im Rahmen eines Double-Headers statt, am Abend (20.00/beide MagentaTV) treffen die deutschen Männer in der WM-Qualifikation auf die Niederlande.
Gegen WM-Teilnehmer Ungarn fehlte weiter ein Großteil der WNBA-Profis, lediglich Luisa Geiselsöder (Portland Fire/13 Punkte) konnte wegen einer frühzeitigen Freigabe dabei sein. Ihre Klubkollegin Frieda Bühner und Leonie Fiebich (New York Liberty) verstärken erst kurz vor WM-Beginn das Team. Satou Sabally (New York) hatte ihre Teilnahme am Mittwoch wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung abgesagt, ob ihre jüngere Schwester Nyara (Toronto Tempo) in Berlin spielen kann, ist noch offen.
Auch Bundestrainer Lange, der an der Seite seiner Ehefrau Sandy Brondello als Co-Trainer beim WNBA-Team Toronto Tempo arbeitet, war zuletzt noch in Kanada gebunden. Er schaffte es aber pünktlich zum Testspiel nach Deutschland.
Bei der WM wird Langes Team nach dem Auftaktspiel gegen Vize-Europameister Spanien (4. September) in der Vorrundenstaffel A noch auf Japan (5.) und Mali (7.) treffen. Die Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei spielen in einer Qualifikationsrunde überkreuz um die vier offenen Plätze. Erklärtes Ziel der deutschen Mannschaft ist eine Medaille.
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