Vor WM-Start: Varfolomeev sieht sich nicht als Favoritin
Bei der Heim-WM der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main startet Darja Varfolomeev als Titelverteidigerin in vier Einzelwettbewerben - die letzten Trainingseinheiten vor den bevorstehen Wettkämpfen allerdings liefen laut der Olympiasiegerin von Paris ungewöhnlich holprig. "Die letzte Woche war sehr schwierig für mich", sagte Varfolomeev nach dem Podiumstraining in der Frankfurter Festhalle am Dienstag dem SID, "es gab viele Tiefen, aber auch Höhen. Das ist normalerweise nicht so."
In der vergangenen Woche hatte Varfolomeev im Trainingszentrum in Kienbaum am Feinschliff für die WM gearbeitet, insgesamt sei die Vorbereitung "nicht so perfekt" gelaufen, wie die 19-Jährige es sich gewünscht habe. Vielleicht sei das aber auch gut, ergänzte sie, "ich habe jetzt viel Erfahrung gesammelt. Wir sehen im Wettkampf, ob alles funktioniert oder nicht." Trotz ihrer Rolle als Titelverteidigerin im Mehrkampf sowie am Ball, mit den Keulen und mit dem Band denke sie nicht, "dass ich als Favoritin ankomme. Ich bin da, um zu zeigen, was wir alles trainiert haben."
Zunächst steht am Mittwoch der erste Teil der Qualifikation an, ab 13.00 Uhr ist Varfolomeev mit dem Reifen und mit dem Ball gefragt. Erstmals um Medaillen geht es dann am Freitag im Mehrkampffinale. Schlaflose Nächte fürchtet die Athletin vom TSV Schmiden trotz der Aufregung nicht: "Ich kann ruhig schlafen, auch wenn es sehr stressig ist oder etwas Großes ansteht", erklärte Varfolomeev.
Ihre Trainerin Julia Raskina-Rizzo gab sich trotz des aus ihrer Sicht wackelig verlaufenen Podiumstraining entspannt: "Darja hat in dieser Saison grundsätzlich sehr gut geturnt", sagte sie. Die Vorbereitung sei "nicht einfach gewesen", doch diese laufe ohnehin "selten perfekt. Ich denke, sie ist gut vorbereitet", sagte Raskina-Rizzo über ihre größte Medaillenhoffnung, "wir haben alles getan."
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