Vater in Japan lässt Siebenjährigen bei Fuji-Wanderung stundenlang allein zurück
In 2000 Metern Höhe auf Japans berühmtestem Berg abgesetzt: Weil er seinen siebenjährigen Sohn stundenlang am Fuji allein zurückgelassen hat, ist ein Vater in Japan von den Behörden gerügt worden. Das Kind sei allein auf einem Wanderweg am Fuji aufgefunden und in Polizeigewahrsam genommen worden, teilte ein Polizeibeamter aus der Region Shizuoka am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Der Fuji ist mit 3776 Metern der höchste Berg Japans.
Laut dem Lokalsender SBS TV hatte der Vater seinen Sohn an der "sechsten Station" des Berges auf einer Höhe von mehr als 2000 Metern zurückgelassen. Wie der Sender berichtete, ereignete sich der Vorfall am Donnerstag.
Demnach war das Kind auf der Wanderung wohl müde geworden. Da der ältere Bruder bereits vorausgegangen sei, habe der Vater den Siebenjährigen angewiesen, "hier zu warten", berichtete SBS. Anschließend habe der Mann die Wanderung mit seinem anderen Sohn fortgesetzt - ohne den jüngeren Bruder.
Laut dem Sender Asahi wurden Mitarbeiter einer Berghütte auf den Jungen aufmerksam. Sie schalteten demnach die Polizei ein. Den Berghütten-Mitarbeitern zufolge sollte das Kind acht Stunden lang warten - ausgestattet lediglich mit Snacks und einem Erfrischungsgetränk, aber ohne Geld.
Polizeibeamte nahmen schließlich Kontakt zu dem Vater auf, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits an der "achten Station" befand. Bei seiner Rückkehr übergaben sie ihm den Jungen - allerdings nicht, ohne ihn für sein Verhalten gegenüber dem Kind zurechtzuweisen. Der Vater entschuldigte sich Berichten zufolge bei der Polizei und räumte ein, dass sein Verhalten leichtsinnig gewesen sei.
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