US-Importverbot für humanoide Roboter: Deutsches Start-up hofft auf Ausnahme
Das US-Importverbot für humanoide Roboter hat auch Auswirkungen auf das Münchner Startup Agile Robots - dessen Chef hofft jedoch auf eine Ausnahme. "Da wir in diesen Bereichen tätig sind, hat dies natürlich gewisse Auswirkungen auf uns", sagte Zhaopeng Chen der Nachrichtenagentur AFP. Agile Robots arbeite daran, die erforderliche Genehmigung zu erhalten, fuhr der Unternehmer fort. Derzeit laufe alles nach Plan, "wir haben diesbezüglich keinerlei Bedenken".
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte im Juli humanoide und vierbeinige Roboter aus dem Ausland einer Importverbotsliste hinzugefügt und dies mit dem Schutz der nationalen Sicherheit des Landes begründet. Das Importverbot betrifft vor allem chinesische Unternehmen.
Viele der Produkte des Unternehmens seien nicht betroffen, sagte der Agile-Robots-Chef Chen in dem auf englisch geführten Interview weiter. "Was jedoch die Humanoiden und die mobilen Plattformen betrifft, untersuchen wir derzeit den Umfang und die Auswirkungen auf unsere Produkte." Einer Unternehmenssprecherin zufolge machten die USA 2025 weniger als zehn Prozent des Umsatzes aus, aber das Startup setzt demnach auf "eine schnelle Expansion" seiner Geschäftstätigkeiten vor Ort.
Agile Robots will sich mit seinen humanoiden Robotern und seinen mit KI ausgestatteten Roboterarmen in den deutschen Fabriken ausbreiten. Nach Angaben Chens, der vor fast 20 Jahren aus China nach Deutschland kam und 2018 Agile Robots gründete, dürfte der Automobilsektor unter den ersten sein, die Humanoide einsetzen. In diesem Bereich werden bereits in großem Umfang Roboterarme eingesetzt.
Latest stories
Wirtschaft Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen: Kein Kompromiss zu Sparplan in Sicht
Der Sparkurs bei Volkswagen ist am Freitag erneut Thema im Aufsichtsrat - ein Kompromiss zwischen Management, Arbeitnehmervertretung und dem Land Niedersachsen war kurz davor aber nicht in Sicht. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) verlangte am Donnerstag vom VW-Vorstand ein Konzept, "das Auslastung der Standorte und damit...
Topthemen Vier Jahre nach Nord-Stream-Anschlägen: Erster Prozess beginnt in Hamburg
Wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines kommt ein früherer ukrainischer Offizier in Deutschland vor Gericht. Das Oberlandesgericht Hamburg ließ die Anklage des Generalbundesanwalts gegen Serhii K. zu, wie es am Donnerstag mitteilte. Der Prozess soll am 14...
Sports Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister
Der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird Staatsminister für Sport und Ehrenamt in der Regierung von Friedrich Merz. Dies gab der Bundeskanzler bei Instagram bekannt. Der 44 Jahre alte Berliner Rauhe wird am Donnerstagnachmittag in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz im Bundeskanzleramt vorgestellt. Damit endete nach mehr als zwei Monaten...