TTBL-Rookie Verdonschot: "Fokus auf einen Tisch sehr cool"
Für Rookie Wim Verdonschot vom Tischtennis-Bundesligisten Borussia Dortmund sind die mentalen Komponenten im Oberhaus ein noch größerer Unterschied zur zweiten Liga als die Qualität. "Mich hat wirklich überrascht, dass sich jetzt praktisch alles um die Themen Nervosität und Anspannung im Spiel dreht, auch wie groß sie am Ende wirklich sind", sagte der 21-Jährige in einem Interview auf der Homepage seines Vereins.
Von den Rahmenbedingungen fühlt sich Verdonschot, der im Oktober für die Einzel-EM in Ljubljana als U21-Vizeuropameister einen persönlichen Platz im deutschen Aufgebot sicher hat, jedoch alles andere als eingeschüchtert: "Ich bin nun in den ersten TTBL-Spielen viel, viel nervöser gewesen als in der zweiten Liga, weil die gesamte Aufmerksamkeit und der Fokus aller anderen nur noch auf einen Tisch gerichtet ist und nicht mehr auf zwei Tische. Man fühlt, dass es in diesem Moment, wenn Du spielst, auch nur um Dich geht. Das ist einfach unglaublich, aber ich finde das Gefühl in der TTBL echt sehr, sehr cool."
Verdonschot war in der Sommerpause nach zwei Jahren bei Union Velbert als erfolgreichster Zweitliga-Spieler der vergangenen Saison zu seinem Ausbildungsverein nach Dortmund zurückgekehrt. Auch wenn das TTBL-Niveau "qualitativ anspruchsvoller" sei, fand der Rechtshänder in seinen ersten Wochen als Erstliga-Profi andere Erfahrungen spannender. "Mit der Mannschaft zu gewinnen, die Punkte zu Hause zu halten oder auswärts zu gewinnen – das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl", sagte Verdonschot weiter. In seinen bisherigen vier Einzeln in der deutschen Eliteklasse verlor der gebürtige Berliner nur einmal.
Der BVB-Spieler und U21-Europameister Andre Bertelsmeier (Bad Königshofen) gelten als größte Nachwuchshoffnungen im deutschen Tischtennis. Verdonschot bewies international sein Potenzial bereits auf der WTT-Tour durch zwei Turniersiege in der Feeder-Kategorie.
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