Solo zum Titel: Petros gewinnt EM-Gold im Marathon
Nach einem grandiosen Solo hat Amanal Petros am letzten Tag der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold im Marathon gewonnen und damit die Nachfolge von Richard Ringer als Europameister angetreten. Der WM-Zweite aus Hannover setzte sich auf dem schweren Kurs in der Innenstadt in der Meisterschafts-Rekordzeit von 2:09:11 Stunden souverän vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18) und Gashau Ayale (Israel/2:09:21) durch. Es war die fünfte Goldmedaille für den DLV in Birmingham.
"Es war mein Ziel, früh alles klar zu machen. Das hat super geklappt", sagte Petros, der die letzten 15 km alleine lief, in der ARD: "Die Strecke ist furchtbar schwer gewesen, aber ich war super vorbereitet."
Samuel Fitwi (Trier) wurde Neunter (2:09:47), Titelverteidiger Ringer (Rehlingen) kam auf Rang zehn (2:10:05). In der Teamwertung gewann Deutschland damit wie vor vier Jahren in München hinter Israel Silber.
In München hatte Ringer als erster Deutscher den Europameister-Titel im Marathon geholt. Bei der EM 2024 in Rom wurde wegen der folgenden Olympischen Spiele nur ein Halbmarathon ausgetragen, damals gewann Petros Bronze.
Petros hatte sich kurz nach der 25-km-Marke auf der überaus anspruchsvollen Strecke mit vielen engen Kurven und giftigen Anstiegen aus der Spitzengruppe abgesetzt und lief fortan ein einsames Rennen. Elf Monate zuvor hatte er sich beim WM-Marathon von Tokio erst im Fotofinish Alphonce Simbu (Tansania) geschlagen geben müssen und Silber geholt. Diesmal ließ Petros keine Spannung aufkommen.
Bei den Frauen siegte die Finnin Alisa Vainio überlegen mit dem Meisterschaftsrekord von 2:22:26 Stunden vor Lili Anna Vindics-Toth (Ungarn/2:27:21) und der Britin Abbie Donnelly (2:27:33). Beste Deutsche war Laura Hottenrott (Düsseldorf) auf Rang 16 (2:31:15).
Vielläuferin Vainio, die ihren fünften Marathon binnen zehn Monaten bestritt, setzte sich sehr früh deutlich ab und führte bei der 15-km-Marke schon mit mehr als zwei Minuten Vorsprung.
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