Siebenjähriger durch Kugelbombe verletzt: Anklage gegen 19-jährigen Berliner
Nach der Explosion einer Kugelbombe am Neujahrstag in Berlin, die unter anderem ein siebenjähriges Kind schwer verletzte, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 19-Jährigen erhoben. Der Mann soll sich unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten, wie die Anklagebehörde am Freitag in der Hauptstadt mitteilte.
Der damals 17-jährige Beschuldigte soll an Silvester 2024/2025 auf einem Platz in Berlin-Tegel eine Kugelbombe in einem Abschussrohr platziert und gezündet haben. Das ursprünglich senkrecht stehende Rohr kippte jedoch um, so dass der Sprengkörper waagerecht über den Platz flog und zwischen den Beinen eines siebenjährigen Jungen detonierte.
Das Kind erlitt damaligen Angaben zufolge lebensgefährliche Verletzungen und musste mehrmals notoperiert werden. Weitere zwölf Menschen wurden durch ein infolge der Explosion einstürzendes Dach ebenfalls teilweise lebensgefährlich verletzt. Nach aktuellen Angaben der Staatsanwaltschaft sind die Geschädigten teilweise bis heute körperlich und psychisch beeinträchtigt oder noch in medizinischer Behandlung.
Der mutmaßliche Täter floh nach der Tat und konnte dank Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelt werden. Mitte Januar wurde seine Wohnung durchsucht.
Weil der Verdächtige zum Tatzeitpunkt minderjährig war, entscheidet die Jugendkammer über die Eröffnung des Verfahrens und die Zulassung der Anklage. Die Verhandlung wäre demnach nicht öffentlich.
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