Schwimm-EM: Hentschel/Müller gewinnen Synchron-Bronze
Am letzten Wettkampftag im Wasserspringen haben Lena Hentschel und Jette Müller die deutsche Bilanz bei der Schwimm-EM in Paris noch einmal aufpoliert. Das Duo aus Berlin und Dresden gewann im Synchronspringen vom 3-m-Brett in einem wilden Finale mit 274,59 Punkten Bronze - und bescherte dem deutschen Schwimm-Verband (DSV) die achte Medaille im Centre Aquatique Olympique am Stade de France.
"Wir wussten, es ist ein starkes Feld. Wir wussten aber auch, wir können vorne mitspringen. Jetzt ist es die Bronzemedaille", sagte Hentschel. Es sei allerdings "einer der wildesten Wettkämpfe" gewesen, die sie je erlebt habe, sagte die Berlinerin: "Deswegen sind wir sehr, sehr glücklich. Es war nicht unsere Topleistung, aber es war das, was wir gebraucht haben, um auf das Podium zu steigen."
So zogen die Goldfavoritinnen Yasmin Harper und Scarlett Mew Jensen nach nur drei Sprüngen zurück, nachdem Mew Jensen im zweiten Durchgang einen Bauchplatscher hinlegte und anschließend im dritten Versuch gar nicht mehr absprang. Auch die Russinnen Uliana Kliuewa und Nadeschda Trifonowa verpatzten mit einem Kontakt am Brett einen Sprung.
"Ich habe runter geschaut zu den Trainern", erklärte Hentschel. Diese hätten ihnen mit Handbewegungen zu verstehen gegeben, "atmet noch einmal durch, kommt runter, bleibt bei euch - das haben wir dann auch geschafft."
Für Hentschel, 2021 in Tokio Olympiadritte in dieser Disziplin, war es das zweite Edelmetall in Paris. Am Sonntag hatte die 25-Jährige bereits mit Luis Avila Sanchez den dritten Platz im Mixed-Synchronwettbewerb belegt. Im Einzel hatte sie am Dienstag als Fünfte die angepeilte Medaille verpasst, Müller war Sechste geworden.
Nach den beiden Pflichtsprüngen führte das deutsche Duo das kleine Feld mit nur sechs Nationen an. Dann zogen die Italienerinnen Chiara Pellacani und Elisa Pizzini vorbei, den vierten Sprung verpatzten Hentschel und Müller. Gold ging an Pellacani und Pizzini (308,07) vor den ukrainischen Titelverteidigerinnen Xenia Botschek und Diana Karnafel (278,40).
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