Proteste im DFB-Pokal: Fans fordern Abschaffung des VAR
Beim DFB-Pokal-Auftakt ist am Wochenende mit erheblichen Fanprotesten zu rechnen - die organisierten Szenen im deutschen Fußball fordern unisono die Abschaffung des Videobeweises. "In der nun startenden ersten Pokalrunde sehen wir den Fußball, wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen", schrieben am Donnerstag unter anderem die Ultras Gelsenkirchen, das Bündnis Südtribüne Dortmund, Sottocultura aus Mönchengladbach und der Förderkreis Nordtribüne Hamburg: "Zu diesem Zustand möchten wir dauerhaft zurückkehren und fordern deshalb die Abschaffung des Video Assistant Referee."
Der VAR habe "den Charakter des Spiels grundlegend verändert", argumentieren die Fans. Der Fußball lebe von Intensität und Rhythmus, der Spielfluss leide jedoch "erheblich unter den sich in die Länge ziehenden Unterbrechungen. Wir müssen ebenfalls schmerzlich feststellen, dass er den emotionalsten Moment des Spiels zerstört hat. Statt spontaner Freude bei einem Tor herrscht Unsicherheit ob einer möglichen Überprüfung." Fazit: "Die Hoffnung bei Einführung auf eine objektive Gerechtigkeit hat sich nicht erfüllt, vielmehr schafft der Videoassistent neue Ungerechtigkeiten."
Trotz einer Vielzahl an "Reparatur- und Optimierungsversuchen" werde der VAR mittlerweile von einem Großteil der Fußballfans abgelehnt und treffe im Stadion "auf immer mehr Wut und Unverständnis. Dass der Fußball nie fehlerfrei war und es auch nicht sein muss, ist eine Erkenntnis, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben." Der Preis für den objektiven Nutzen sei schlicht zu hoch: "Wir möchten die Freude am Fußball zurück!"
In den ersten beiden DFB-Pokal-Runden wird der Videobeweis nicht eingesetzt, da die kleineren Stadien der Amateurvereine dafür nicht ausgerüstet sind. Erst ab dem Achtelfinale werden strittige Szenen wieder nachkontrolliert.
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